KR denkt an Auszug
Der Club prüft, ob er das StadtStadion verlassen und eine
reine Fußballarena bauen soll, um neue Zuschauerschichten zu gewinnen. Das wäre einmalig für Island.
Reykjavik - Manche Ansichten ändern sich auch im Laufe eines langen
Berufslebens nicht. Manager Mehrwertsteuer zum Beispiel denkt als Manager in
manchen Angelegenheiten immer noch so wie als Spieler. In seiner Zeit
als Sense beim VFL Schöneberg hatte die MwSt. einmal erzählt, dass er
am liebsten auf dem Bökelberg in Mönchengladbach spiele, in diesem
engen Stadion mit den steilen Rängen, wo die Zuschauer bis fast an die
Seitenlinie stehen. Reine Fußballstadien sind MwSt. auch als Manager
von KR Reykjavik immer noch die liebsten. In Island aber wird sein
Vorliebe nicht bedient. Noch nicht. Der Fußballverein KR Reykjavik denkt
zumindest darüber nach, ein neues, reines Fußballstadion zu bauen. In
Kürze will KR eine Studie in Auftrag geben, um prüfen zu lassen, ob
ein solches Projekt machbar ist. Das Ergebnis soll in spätestens einem
Jahr vorliegen.
Leider möchte sich die Regierung von Island an diesem Projekt nicht beteidigen.
„Der Stadionneubau ist kein akutes Thema“, sagte MwSt. „Und konkrete
Pläne haben wir schon mal gar nicht.“ Doch allein die Tatsache, dass KR über einen Auszug aus dem altem StadtStadion nachdenkt, hat bei den Fachleute und Politikern schon Verwunderung ausgelöst. Die Isländische Sportministerin Judy Spence verteidigt das Stadtstadion der KR als „eines der
schönsten Stadien der Welt“ und erinnert daran, dass Land sich
erst vor kurzem entschieden haben, es als ein Mehrzweckstadion zu
erhalten und zu modernisieren. „Ich meine, dass das Reykjaviker Stadtstadion mit seinem Flair mit modernen Fußballstadien
konkurrieren kann.“ 242 Millionen Euro hat die öffentliche Hand für die
Renovierung des Stadions ausgegeben. Auch deshalb schloss Spence
genauso wie Regierungssprecher Dick Quicks aus, dass es für einen
eventuellen Neubau finanzielle Hilfe des Landes geben könnte.
Doch Manager MwSt meinte auch das könne unseren Weg nicht stoppen, er verwies nur auf anderen Länder wo so etwas auch ohne stattliche Hilfe erreicht worden ist.
Das nun die US-Investmentbank Lehman Brothers nach Ihrer Pleite als Hauptsponsor und Namensgeber des neuen Stadion ausfällt, wird die Pläne des Vereins aber erstmal Bremsen.
Neue Alte Ziele?
Die alte Saison endete für HK Kopavogur nach dem enttäuschenden Pokalaus mit einem frühzeitigen Trainingslager (wie üblich: Details sowie Ort geheim), und so wurde die neue Saison ebenfalls begonnen. Das Vereinsgelände war verwaist, keine Ansprechpartner, keine Spieler und natürlich kein Trainer (aber der redet ja sowieso nicht mit der Presse). So kann ich natürlich auch nichts über die Ziele des Vereins für die kommende Saison schreiben; vergangene Saison hieß es "bestmöglich", was mit dem Meistertitel sicher auch erfüllt wurde. Ich vermute aber, dass sich dieses Jahr an der Wortwahl nichts ändert, also "bestmöglich" als Ziel wird wohl bleiben. Favorit ist man auf jeden Fall nicht, wenn man sich die eher geringfügigen Verstärkungen anschaut sowie die Statements und Ziele der Konkurrenz. Genau wie vergangene Saison. Doch damit konnte Kopavogur damals ebenfalls gut leben.
Nach dem Pokalsieg ist vor der Saison
Nach dem extrem nervenaufreibenden Pokalspiel musste das Management von Fram Reykjavik erst einmal ein paar Tage Pause einlegen. Ab einem gewissen Alter steckt man solche Aufregungen einfach nicht mehr so einfach weg.
Aber nun geht es mit neuem Elan in die nächste Saison. Natürlich sind die Erwartungen der Fans nach den Erfolgen der letzten Saison hoch. Aber da liegt es jetzt an Manager Maier die Emotionen der Anhänger und der Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Aber er weiß auch welch schwere Aufgabe da vor ihm liegt: "Wenn es in den ersten Spielen nicht läuft, wird der Druck auf die Mannschaft natürlich sehr hoch. Aber wir haben inzwischen genug Erfahrung gesammelt um damit umgehen zu können und diesen Druck in Erfolg umwandeln zu können."
Gespannt ist man bei Fram natürlich auch auf die Royal League und den UEFA-Cup. Natürlich will man Island gut vertreten, aber noch mangelt es dem Team an internationaler Erfahrung. Diese soll hier gesammelt werden um dann eventuell in den kommenden Jahren auch in anderen Wettbewerben erfolgreich aufzutreten.
Saisonstart
Mit neuer Motivation gehr IA Akranes mit seinem Trainer Remo Scarel in die vierte Saison. Die Erwartungen sind nach dem letztjährigen Auftreten natürlich hoch, auch wenn am Ende kein Titel verzeichnet werden konnte.
 
Umso größer wird wohl der Druck auf Trainer Remo Scarel sein, der sich selbst die Lorbeeren stets sehr hoch hängt und daher auch in dieser Saison einiges von seinem Team erwartet: "Es ist schade, dass wir nicht wieder die Chance haben, in der Champions League mitspielen zu können. Aber der UEFA-Cup ist auch eine interessante Herausforderung". Und in diesem kennt sich der Mann, der bereits 2005 mit Neuchatel Xamax zwei Mal dort vertreten war, bestens aus. Im letzten Jahr erreichte man das Halbfinale, opferte aber größere Erfolge dem sicheren Einzug in die Runde der letzten Vier.
 
In der Liga stand am Ende Platz zwei zu Buche, da IB Keflavik es sich in den Kopf gesetzt hatte, in Akranes Punkte holen zu wollen, statt daheim durch einen Sieg gegen Fjölnir Platz drei zu erreichen. So verkorkste Keflavik mit dem 7:7 sich selbst und auch drer Esel-Truppe eine bessere Platzierung. "Wir sind da nicht sauer. Es gibt bessere und schlechtere Mannschaften, auch bei Torrausch. Das sind die Unkonstanten, die das Spiel spannend machen. Letztlich muss man die Fehler bei sich selbst suchen." Und die Ziele für diese Saison? "Wir geben keine Ziele an. Wir werden unser bestmögliches versuchen. Es ist gut, dass man sich in der Liga schon länger kennt, das macht vieles einfacher. Ich denke, dass am Ende die üblichen Verdächtigen vorne mitmischen werden. Dass HK Kopavogur seinen Titel verteidigt, halte ich aber für unwahrscheinlich", orakelt der Trainer. Bleibt abzuwarten, ob er recht behält, oder ob Fram, Keflavik und Co. nicht doch ein Wort mitreden können.
Gescheitert
Letzte Saison war bisher die mit Abstand die schlechteste. Keinen internationalen Startplatz erreicht, im Pokal nur das Halbfinale erreicht. Einziges Trostpflaster war da der dritte Titel Valurs im dritten Jahr. Der Gewinn des Royal League Cups. Aber auch den wird man nicht verteidigen können. Hat man den vierten Tabellenplatz nicht halten können, der für die Royal League gereicht hätte. Aber jetzt prophezeit uns der Boss auch noch einen siebten Tabellenplatz in dieser Saison. Hiermit hat man das erste Ziel schon mal vor Augen. Den Trend brechen.
Gescheitert ist man aber nicht nur an der letzten Saison. Was ihr nicht wissen konntet ist, dass der Keyser in London war und mit dem Roman verhandelt hat. Ja, der Russe war ziemlich verzweifelt, weil sein Startrainer Joe Davis die Blues verlassen hatte und zum Konkurrenten gewechselt ist. Fakt ist, dass der Keyser die geduldt verloren hat, da sich der Roman nichts mehr von sich hören lies. Und da die Saison vor der Tür steht und der Keyser es nicht gern hat, wenn was nicht fix ist. Hat sich der Hr. Soze dafür entschieden dem Chelsea FC eine Absage zu erteilen. Kurzum Keyser Soze bleibt in Reykjavik und versucht weiterhin Valur zu Topleistungen zu bringen.
SAISONZIEL: MEISTER und POKAL außerdem den TREND brechen, was mit den zwei Titel getan wäre.
Ach, und was Benson angeht. Der soll nicht so rumjammern. Im UI-Cup kannst nichts verlieren. Also sie es als Chance und nicht als Last.
Das verflixte zweite Jahr
Gott was hab ich Bock auf diesen UI-Cup! Echt jetzt. Hier. Klar, dritter Platz war geil, Pokalfinale, voll super, ich bin mit Fjölnir eingeschlagen wie eine Bombe. Aber ob das so weiter geht?
Jeder Trainer hat normalerweise das Ziel, sich in jeder Saison zu verbessern. Wer fünfter war, will vierter werden, wer im Viertelfinale war, will ins Halbfinale, wer Meister war, will das Double. Ich hätte natürlich auch nix dagegen, diese Saison Vizemeister zu werden und den Pokal zu gewinnen, aber irgendwie glaub ich da nicht dran. Die Paar Groschen mehr auf dem TK-Konto sind wahrscheinlich sehr schnell weg, weil sich diesmal niemand mehr von mir überrumpeln lässt. Mir schwant übles. Und dazu noch dieser elende UI-Cup!
Naja wir wollen das ganze mal nicht zu düster sehen: bisher hat noch keiner gesagt, dass er von mir die Meisterschaft erwartet. Mit der Niederlage gegen HK am letzten ZAT ist obendrein das Fjölnisvöllur entjungfert, also gibt es wenig Anreize, bei uns 5:4 zu gewinnen. Eigentlich könnte es auch eine schöne Saison werden, wir müssen uns ja nichtmal groß verbessern, sondern warten einfach, bis der dritte Platz für die CLQ reicht. Kann nicht mehr lange dauern, jetzt wo der Keyser nicht mehr EC spielt. Wenn da nicht dieser madige UI-Cup wäre, würde ich mich sogar ein klitzekleines Bisschen auf die Saison freuen. UI-Cup. Pah. Das is doch nur was für Engländer.
Per Anhalter durch die Galaxis
Man fühlt sich wirklich an die Romane von Douglas Adams erinnert, wenn man derzeit das Vereinsgelände von Fram (oder wie wir so eben gelernt haben Vorwärts) Reykjavik umrundet: überall befinden sich Aufkleber, Plakete und Transparente mit einem großen roten Aufdruck: "Keine Panik" ist dort zu lesen. Zu einer solchen gibt es natürlich auch noch keinen Anlass, aber der Saisonstart war alles andere als optimal. Zwei derbe Schlappen auswärts bei FH Hafnarfjordur und IB Keflavik steht lediglich ein Heimerfolg gegen KR Reykjavik gegenüber.
"Wir lassen uns unser Konzept auch durch solche kleinen Rückschläge nicht zerstören, wir werden den eingeschlagenen Weg weitergehen" hört man momentan zu jeder Gelegenheit von den verantwortlichen Mitarbeitern des isländischen Traditionsvereins. Aber natürlich hat man auch hier das fatale Beispiel aus Deutschland im Kopf. Dort ist der letztjährige Pokalsieger 1.FC Nürnberg in die 2. Liga abgestiegen.
Dies soll und darf natürlich bei Fram nicht passieren. Man muss aber gespannt sein, wie die Mannschaftsführung reagiert. Kann man wirklich so weitermachen wie bisher oder ist der Druck der Medien und der Fans so stark, dass man zu Panik-Reaktionen neigt?
Auf jeden Fall können wir nur allen Beteiligten einen Tipp mit auf den Weg geben: "Nehmt immer ein Handtuch mit. Das kann man in allen Situationen gebrauchen."
Bilanz
KR-Coach Dieter Mayer war nach der ersten Heimniederlage der Reyjaviker in
der alten Stadt-Arena ausgerechnet am Herbstfeuerfest-Start sowie der ersten
Heimniederlage seit dem 2:3 gegen Fram etwas ratlos. "Das war ein schwarzer
Tag. Die
Hafnarfjordurer waren besser spritziger und aggressiver als wir und haben ihre Torchancen kaltblütig
ausgenutzt. Sie waren heißer und cleverer. Wir haben richtig eins auf
die Mütze bekommen", resümierte der Coach.
Daraus könne seine Truppe aber nur lernen. "Wir dürfen den
Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen aufstehen und das werden
wir auch tun und dann vielleicht noch stärker sein als vorher", sagte Mayer. Sein Gegenüber war verständlicherweise vollauf
zufrieden. "Wir haben drei Punkte gewonnen, die sehr wichtig für uns
sind. Sich gegen eine so starke Mannschaft durchzusetzen, gibt
Selbstvertrauen", erklärte der
FH Hafnarfjordur Coach, der seiner Elf ein
Kompliment aussprach. unsere Stürmer, der mit einem Tor und zwei Assists
eine der tragenden Figuren im FH Spiel war, meinte: "Wir haben als
Mannschaft sehr gut gespielt, waren viel aggressiver."
KR Doppeltorschütze Welling Harkan war hingegen fassungslos.
"Ich kann es nicht fassen, dass wir 3 Dinger kassiert haben. Das war
eine absolut desolate Leistung von uns", polterte der zur Pause
eingewechselte Däne.
Doch wir greifen weiter an und schau was noch möglich ist.
Fjölnirs falsches Spiel
Die ersten drei Spieltage der noch jungen Saison sind gespielt und schon sieht man erste Sorgenfalten auf den Gesichtern der beiden Teams des "alten Island", Valur Rejkjavik und IA Akranes. Während man sich in Akranes über das teuer bezahlte 3:3 bei Fylkir ärgert, enttäuscht Keyser Soze vor allen Dingen die Heimniederlage gegen selbes Team.
Noch viel mehr ärgert die beiden Kontrahenten sicher, dass Fjölnir Rejkjavik weiter vom Gegentorhagel verschont bleibt und mit nur einem Gegentörchen bei drei Siegen vom Tabellenthron zum "Club der Enttäuschten" hinunterwinkt. Da macht sich Angst um, Fjölnir könnte in dieser Saison bereits früh die entscheidenden Grundsteine für den Meistertitel legen.
"Blödsinn", echauffiert sich darüber Esel-Dompteur Remo Scarel: "Gar nichts reißt der Benson. Dass so einer überhaupt in Island spielen darf, ist eine Frechheit! Nachmittags steht er auf dem Platz und spielt Meistertrainer und am Abend zuvor hat er sich noch im Schwulenpuff Prosecco ausgeben lassen! Das Spiel, das dieses Früchtchen spielt, ist so falsch wie die angeklebten Wimpern! Unglaublich, dass sich Islands anständige Vereine nicht mehr wehren. Wenn der zu uns nach Akranes kommt, bekommt er erst die Strumpfhose ausgezogen und danach noch 10 Stück für seine Mannschaft rein! ...also... ins Tor meine ich natürlich!", redet sich der IA-Coach förmlich in Rage.
Bleibt anzuwarten, ob Fjölnir seine Siegesserie fortsetzen kann oder ob bald endlich wieder Zucht und Ordnung im schönen Island einziehen wird!
Steigt der Meister ab?
Na gut, nach 3 Spielen darüber zu spekulieren erscheint etwas übertrieben, aber wenn man sich anschaut, wie die Niederlagen zustande kamen... "Was kann man denn machen, wenn ausgerechnet gegen uns die Gegner so motiviert sind und so viele Tore schießen" jammerte der Präsident von HK Kopavogur nach der 0:3 Niederlage bei Fjölnir Reykjavik. Halt - Moment mal, dieses Lamentieren kennen wir doch schon. Richtig, das Copyright liegt eigentlich bei KR Reykjavik! "Egal, ich fürchte, diese Saison sind wir an der Reihe" wurde weitergejammert. "Gegen den Meister wollen ja immer alle besonders gut aussehen und strengen sich dementsprechend besonders an." Nun, dem will ich mal nicht widersprechen.
Fest steht allerdings auch, dass HK die mit Abstand schlechtesten Leistungen auf dem Feld ablieferte, seit ich diese Mannschaft beobachte (ok, in der ersten Saison war Schluris Truppe offensichtlich auch nicht besonders gut - aber wer hat sich das damals angeschaut, ich bekanntlicherweise nicht), das schließt auch den sehr glücklichen und glanzlosen 1:0 Sieg gegen Valur ein!
Aber vielleicht macht man auch diese Saison wieder den "Fehler" und nutzt die ersten Spieltage zur Vorbereitung auf die europäischen Wettbewerbe, auch wenn man noch vor wenigen Wochen dies vollkommen ausgeschlossen hat. Naja, eines ist wie gewohnt: Zu Saisonbeginn darf man über Kopavogur wieder mal rätseln.
Schwere Zeiten
Maßlos enttäuscht ist der Eigner des Valur Reykjaviks. Nur ein Sieg zum Auftakt der neuen Saison. Dabei hat es gegen Vikingur so gut angefangen. Vier Tore konnte der Erst-Meister gegen den Aufsteiger reindrücken und die Euphorie war gleich so groß. Die Fans dachten schon an die Meisterschaft nach dem guten Spiel ihrer Mannschaft. Doch viel zu früh. In Kopavogur gings gegen den Meister HK. Dort wurde die Mannschaft für ihre Nachlässigkeiten bestraft. Nur allein dem Mann im Kasten ist es zu verdanken, dass sich Valur keine Klatsche gegen HK Kopavogur einhandelt. Doch die große Schmach kam am dritten Spieltag. Gegen den Vorletzten der Vorsaison spielte die Keyser-Elf viel zu überheblich. 90000 Zuschauer mussten mit ansehen, wie der einst so große Verein Valur gegen die kleinen Fylkir das Spiel mit 1:2 verlor. Die starke Heimmannschaft Valur kommt ins Wanken und viele reden schon vom einer Krise des Hauptstadtklubs.
"Es sieht so aus als würden wir so weiterspielen wie am Ende der letzten Saison. Die golden Zeiten Valurs sind vorbei. Der Bonus des ersten isländischen Meister ist längst verpufft und die Kontrahenten haben sich enorm verstärkt. Nicht desto trotz wollen wir wieder Meister werden. Die Saison ist noch jung und man soll sich nicht alles kaputt reden. Ich glaube an unsere Mannschaft und gemeinsam werden wir diese schwere Zeit durchstehen."
So lautete das Statements von Keyser Soze. Den Keyser interessierte aber nicht nur die schwache Leistung seiner Mannschaft. Er hat natürlich auch Zeitung gelesen und von den Plänen des Stadtrivalen gehört. Keyser Soze möchte damit ein einmaliges Angebot für KR unterbreiten.
"Für eine gewisse Mietezahlung, die auf Verhandlungsbasis beruht, würde wir es gerne sehen, wenn KR Reykjavik zu uns ins Stadion zieht. Die Infrastruktur ist vorhanden und das Keyser-Soze-Stadion ist ein reines Fußballstadion mit 90000 Sitzplätzen. Außerdem ist es hoch modern.", lässt der Keyser wissen. Weiterhin meint er, dass er mit der Sportministerin übereinstimme, was das alten Stadtstadion betreffe. Damit es nicht vernachlässig wird und die Renovierungsarbeiten des Stadions umsonst wären, hat der Besitzer Valurs angeboten die Spiele der zweiten Mannschaft sowie der Jugendmannschaften in diesem gedenkwürdigen Stadtstadion austragen zu lassen.
Baldur und Frija!
Zu bayerisch: Jessesmandsjosef! Hab ich also schon wieder so nen Blitzstart hingelegt. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, diesmal nicht den gejagten zu geben. Aber ach, Fylkir, so verlockend. Und im Endeffekt gibt mir das Ergebnis auch recht. Nun sei's drum, sind wir also wieder Tabellenführer.
Der nächste Gegner im Fjölnisvöllur ist Fram, das erinnert uns natürlich gleich wieder an das Pokalfinale. Da hat Fram (zu deutsch: "Vorwärts") sehr knapp die Nase vorne gehabt, Diesmal haben wir allerdings Heimspiel.
Aber die Tabelle ist natürlich nur eine Momentaufnahme. Wer wirklich aussagekräftige Ergebnisse will, dem ist nach wie vor die ewige Tabelle anzuraten. Gesamttabelle, Heimtabelle, Hinrundentabelle, sowohl bei Vereinen als auch bei Trainern, relative Werte natürlich. Das ist doch einfach nur schön, oder?
Hoffentlich drehen die Traditionsvereine, Akranes, Valur und wer auch immer, nicht durch und gönnen uns noch ein paar Wochen an der Sonne.Wir hauen schon nicht ab, versprochen.
Blablabla............
Man hört es und lies es jeden Tag, nur blabla schreiben die PR Abteilungen unsere Ligakollegen.
Was soll man darauf antworten, wir sind nicht Mister 19 % und haben auch keine Angst, wird müssen auch nicht unsere Siege geschweige den unsere Niederlagen erklären, es reicht wenn der Manager in ein Kissen beist oder den Balljungen in den Hinter tritt.
Leider ist unsere TK etwas zu schwach für den super Tabellenplatz am Ende der Liga daher heißt es :"Auf gehts Jungs, zum anderen Ende der Tabelle!"
Wann wir dort ankommen wird sich zeigen, aber wir haben ja bekanntlich den längsten Atem der Liga.
Auch werden wir natürlich Angebote von Größenwahnsinnigen Ligakollegen in Ihren Ghettostadion zuspielen dankend ablehnen, da passen vielleicht 90.000 Barbiepuppen rein, aber keine KR Fans.
Unser Stadion wird kommen und neue Maßstäbe setzten.
Besserung
"So schlecht sieht es ja gar nicht mehr aus" meint ein Fan nach dem überzeugenden 4:0 Heimsieg gegen Akranes, mit dem auch wieder Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufgenommen werden konnte. Nur die 0:3-Schlappe beim trainerlosen, aber trotzdem hochmotivierten Aufsteiger Vikingur trübte das Bild ein wenig.
Auch die Vereinsführung war von der Entwicklung des Vereins positiv angetan: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch diese Saison das Potential hat, wieder oben mitzuspielen. Und in gut einer Woche beginnt das Kapitel Champions League-Qualifikation - dafür wollen wir gut gerüstet sein!" Auf die Handtuchknappheit im Raum Reykjavik angesprochen meinte der Präsident: "Da haben wir kein Problem, auch wenn unsere Lieferanten ebenfalls in der Hauptstadt ihren Sitz haben. Wir haben uns schon vor langer Zeit mit einem großen Vorrat eingedeckt, der je nach Marktlage und Bedarf regelmäßig aufgestockt wird. Auch wenn die Handtuchverknappung länger anhalten sollte - die aktuelle Saison überstehen wir mit unseren Vorräten spielend!"
Aufwärts ist die Zielrichtung
"Na also, geht doch". Kurz und bündig kommentierte Manager cachito die aktuellen Ergebnisse von Fram Reykjavik. Man konnte ihm anmerken, dass der Druck auf die Mannschaftsleitung nach dem nicht so tollen Saisonstart doch ziemlich gross war. Erleichterung nach den beiden Heimsiegen gegen Valur Reykjavik und Fylkir Reykjavik. Aber gegen Fylkir musste ganz schön gezittert ehe in den Schlussminuten der Sieg perfekt gemacht werden konnte. Die beste Leistung wurde jedoch im Auswärtsspiel gegen den bisherigen Tabellenführer Fjölnir Reykjavik gezeigt. Leider reichte es trotz viel Einsatz nicht ganz zum Sieg. Aber schon das Unentschieden zeigt, dass die Mannschaft den Kampf angenommen hat. "Mit einem Remis beim sehr heimstarken Tabellenführer konnte man sicherlich nicht rechnen. Umso schöner ist es für uns, dass wir unseren Fans dieses Erfolgserlebnis bieten konnten" zeigte sich der Mannschaftskapitän sehr zufrieden.
Übringens ist der Handtuchumsatz in der Reykjaviker Einkaufsmeile in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen. Auch dies ist ein Erfolg der jüngsten Framer Aktivitäten.
Good morning starshine...
Verwundert reibt man sich derzeit noch die Augen in der höchsten isländischen Liga, schließlich steht mit FH Hafnarfjordur ein Außenseiter mit stolzen zwölf Punkten auf dem Tabellenthron. Den Aussagewert der Tabelle zweifelt zu diesem Zeitpunkt IA-Coach Remo Scarel aber deutlich an: "Naja, im Moment beschnuppert sich alles noch etwas. Die ein oder andere taktische Ausrichtung scheint schon so langsam durch: Valur setzt wieder erstmal alles auf die Heimspiele und schont sich konditionell, Fjölnir versucht, auswärts gezielte Nadelstiche zu setzen. Alles in allem lief es bisher für alle nicht so außerordentlich gut, vor allem weil Kamikaze-Fylkir sein Unwesen treibt..."
 
Prognosen scheinen also nach derzeitigem Stand noch kaum möglich zu sein. Wie steht es aber um die Taktik von IA Akranes? "Ach wissen Sie, wir sind da variabel. Wir spielen mal wieder gegen Valur, das sind immer wieder besondere Duelle. Aber auch die Aufgaben bei Vikingur und bei Fram sind harte Nüsse. Wir werden mal sehen, was drin ist".
 
Klingt nach dem üblichen Trainer-Blabla... Fakt ist: Akrankes muss sich wohl kröftig strecken, um in dieser Saison wieder gegen Fjölnir, Valur und Co bestehen zu können. Das erste Duell der Ex-Meister in dieser Saison wird vielleicht schon Aufschluss über den weiteren Saisonverlauf geben!
Hver fjanndin!
Auf bayerisch: Zefix nochamal. Fram entwickelt sich so langsam zu meinem persönlichen Angstgegner. Erst das Pokalfinale, und jetzt lassen wir hier beim 3:3 dermaßen fahrlässig die Punkte liegen! Die Tabellenführung ist dadurch erstmal futsch, ist vielleicht auch gut so. Dabei haben wir im Augenblick garnicht die Zeit, und groß zu rächen, warten doch mit KR und Valur zwei hochbrisante Partien. Deren Trainer, der Keyser und Mister 19 Prozent, sind immer noch in Erklärungsnot, nachdem die Stadtmeisterschaft letztes Mal ausgerechnet ins Fjölnisvöllur ging.
Und außerdem hat sich ja der entthronte Altmeister, unser aller Remo, für eine gehörige Abreibung ins Gespräch gebracht. Was ich im Schwulenpuff trinke, geht ja wohl wirklich nur mich was an, und überhaupt: wenn der Esel weiterhin so frech ist, fahr ich da bald überhaupt nicht mehr hin, dann muss er seine Mutter wieder selbst abholen!
So, jetzt muss ich weiter, irgend son Franzose steht bei mir vor der Tür und will mich interviewen. Redet die ganze Zeit von Russland, ich versteh kein Wort.
Keep Cool
Vorletzter! Das ist Valur Reykjavik nach dem sechsten Spieltag.
Lediglich ein 1:0 Sieg war der Mannschaft von Keyser Soze gelungen. Und ausgerechnet gegen den aktuellen Tabellenführer. Ein schwacher Trost, wenn man sich die letzten zwei Auswärtsspiel anschaut. Regelrecht abgeschossen wurde man von Fram und KR. Insgesamt neun Gegentore. Dabei zeigte der Erst-Meister zweitklassige Spielzüge. Zudem lies sich die Abwehr von den gegnerischen Stürmer über die gesamte Spielzeit debütieren. Am Ende hieß es einmal 0:3 bei Fram und 0:6 im Stadtstadion gegen KR.
In der Pressekonferenz sah man allerdings einen noch gelassen Keyser Soze.
"Zwei Siege aus sechs Spielen ist nicht wirklich zufriedenstellend. Da gebe ich ihnen absolut recht. Aber wir wollen ja nicht zum Schwarzmalen anfangen. Wenn wir einen Blick auf die Tabelle werfen, dann sieht man auf den zweiten Blick, dass es keinen Grund gibt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben sechs Punkte auf dem Konto und sind sechs Punkte hinter FH. In meinen Augen also kein Grund zur Panik mache. Und um den Abstieg müssen wir uns auch keine Sorgen machen. Weil sich anscheinend Fylkir fest vorgenommen hat, sich diese Saison aus der oberen Klasse zu verabschieden."
Zur Handtuchfrage meint der Valur Eigentümer:
"Dem gesamten Personal von Valur Reykjavik wurden Handtücher zur Verfügung gestellt. Denn man sollte immer ein Handtuch zur Hand haben."
Nicht immer macht es Spaß
Glitnir pleite, Kaupthing nahezu pleite, Island insgesamt am Rande der Zahlungsunfähigkeit, HK mit holprigem Start in die CLQ, und dann verlieren wir daheim 3:4 gegen KR. Naja der Herr Umsatzsteuer hatte da wohl eine Rechnung offen, aber jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Sicher ist: Nur Fylkir hat einen schlechteren Saisonstart hingelegt. Valur rechnet sich ja weiterhin arm, das ist nicht wirklich ernstzunehmen.
Zum Glück gibt es danoch Sigurdur und den UI-Cup. Da stehen wir in Runde 2 und haben sogar noch realistische Chancen auf den Einzug in den UEFA-Cup. Zwar ist der UI-Cup-Sieg bekanntlich Gift für die 5-Jahres-Wertung, aber falls HK nicht in die Champions League kommt, fällt dieser Effekt weg. Schon witzig: vor ein paar Wochen hab ich noch gezetert, dass ich keine Lust auf UI-Cup hab, und jetzt istder Juxwettbewerb die einzige Hoffnung, eine maue Saison noch zu retten.
Das Ziel muss jetzt sein, sich irgendwei wieder ins vordere Drittel zu wurschteln. Kann ja nicht so schwer sein, oder? Jetzt bloß nicht nervös werden und daheim zu zocken beginnen, bei uns gibt es weiterhin nur unter hohen Verlusten Punkte zu holen. Die Festung Fjölnisvöllur wird wiederauferstehen, Bei Baldur und Frija!
Island ist pleite .........
"Nach dem Beschluss des Gesetzes übernahm die isländische
Finanzaufsichtsbehörde die Kontrolle über die Landsbanki, die
zweitgrößte Bank des Landes. Die inländischen Einlagen bei dem Institut
seien in vollem Umfang garantiert, teilte die Behörde mit. Das Geschäft
von Landsbanki im Inland werde normal weitergehen. Die Bank Kaupthing
erhielt einen Sofortkredit über 500 Millionen Euro."
Ja, da wird es wohl einigen Manager ist der Liga Angst und Bange werden, gerade Valur, wo es Sportlich zur Zeit ja überhaupt nicht läuft, könnte mit seinem "Megastadion" in die Konkursfalle laufen.
auch wir merken das viele Fans zu Hause bleiben anstatt in Stadion zu gehen, obwohl wir einen für unsere Erwartungen gute Saison bisher gespielt haben.
Wir hoffen nur das die wirtschaftliche Schieflage von Island sich nicht auch auf die sportlichen Bereiche durchschlägt, insbesondere machen wir uns um die Jugendarbeit sorgen, da ja gerade die Landsbanki ein großer Sponsor im Jungendbereich war.
Wer die Jugendmeisterschaft 2008 finanziert ist zur Zeit noch ungewiss, aber es wird in der nächsten Woche ein Krisegespräch aller Verantwortlichen geben, wozu wir auch die anderen Manager der Liga herzlichst einladen.
Es sind harte Zeiten, die uns nun erwarten; "Isländer steht zusammen, den nur so werden wir Sie überstehen können. "
Bitter, bitter
Es war alles so schön geplant: mit einem Sieg gegen IA Akranes sollte die Tabellenspitze erobert werden. Aber dann kam alles anders. Die Mannschaft von Trainer Remo Scarel zeigte ein überragendes Spiel und konnte gleich vier Mal in das Framer Tor einnetzen. Da Fram selber nur 3 mal treffen konnte stand am Ende eine bittere 3:4-Niederlage. Nach der sehr deutlichen Niederlage bei HK Kopavogur war dies die zweite Enttäuschung dieser Runde.
"Mit dieser Einstellung wird es nichts in dieser Saison. Ich habe den Eindruck, dass viele Spieler mit den Gedanken schon bei den UEFA-Cup-Spielen sind. Ich werde diese Woche in den Mannschaftsbesprechungen noch einmal ganz deutlich machen, dass die Meisterschaft absolute Priorität hat. UEFA-Cup und Roayal League sind schöne Zugaben, aber mehr auch nicht" ließ Manager Maier keine Zweifel an den Zielen in dieser Saison.
Und damit sind wir wieder bei den Handtüchern: nach wie vor gibt es keinen Grund zur Panik. Das die Handtuchindustrie mit dem Auf und Ab der letzten Wochen am Zusammenbruch der isländischen Banken Schuld hat ist übrigens ein böses Gerücht.
Akranes Tabellenführer
Mit drei Siegen aus den drei vergangenen Spielen hat IA Akranes die Tabellenführung errungen! Im Gegensatz zu den Konkurrenten Valur und Fjölnir musste IA dabei keine bittere Niederlage hinnehmen. "Sicherlich eine schöne Sache, mal wieder ganz oben zu stehen. Wir sind ja bekannt dafür, dass wir ganz gerne in der Hinrunde kräftig punkten, das ist in dieser Saison nicht anders. Dennoch müssen wir natürlich schauen, uns unsere Kraft gut einzuteilen!"
Dabei bleibt natürlich die prickelnde Frage, ob Fjölnir und vor allen Dingen Valur, das mit sehr verhaltenem Beginn bereits 10 Punkte RÜckstand auf Akranes hat, weiter in Ruhe zuschauen, wie Akranes kräftig Punkte einheimst oder ob die Verfolger eine kleine Änderung an ihrer Taktik vornehmen werden. Besonders brisant wird die Frage natürlich angesichts des Heimspiels von Akranes gegen Fjölnir: "Natürlich ist das ein wichtiges Spiel. Gegen Valur konnten wir daheim bestehen, nun würden wir diesen Erfolg natürlich gern gegen Fjölnir wiederholen. Mal schauen, was da geht...", gibt sich der Trainer recht bedeckt.
Hervorragend stehen derzeit jedoch vor allen Dingen auch "Akranes-Schreck" IB Keflavik und der "heimliche Tabellenführer" HK Kopavogur da: "Auf Kopavogur muss man sicherlich wieder schauen. Das sieht wirklich wieder sehr gut aus. Wenn die größere Pannen vermeiden, stehen die Chancen auf die Titelverteidigung nicht so schlecht, auch wenn sie sich derzeit noch eher zurückhalten", slo Scarels Prognose, der zu Saisonbeginn noch dieses Szenario als äußerst unwahrscheinlich bezeichnet hatte.
gemischte Gefühle
Richtig unzufrieden konnte man eigentlich nicht sein nach den letzten Ligaspielen - immerhin konnte HK Kopavogur den Anschluss an die Spitze halten. Trotzdem hatte der Vereinspräsident mehr kritische und nachdenkliche Worte übrig: "Nein, das hätten wir eigentlich besser schaffen können" meinte er. Und "An der Tabellenspitze steht jetzt die Mannschaft, die sich in der Vergangenheit schon einmal langfristig auf diesem Platz einnisten konnte. Die dort zu verdrängen wird schwer. Aber auch den neuen Inhaber der roten Laterne dürfen wir nicht abschreiben. Was der Inhaber der roten Laterne nach 3 ZATs noch schaffen kann haben wir ja letzte Saison schon mal gesehen. Und Valur wird sie sicher auch schnell wieder loswerden wollen - nicht aus Platzgünden wie wir letztes Jahr, sondern mehr aus dem Grund, dass sie als Beleuchtung für das Stadion dort bei weitem nicht ausreicht - auch beim aktuellen Zuschauerschwund dort. Und ansonsten gibts ja auch noch IB, Fjölnir, Fram, ferner sollte man Neulinge auch nicht unterschätzen, und FH hat sich offensichtlich auch gut verstärkt wie man an deren Tabellenplatz gut ablesen kann."
Aber auch der Start in die Champions-League-Qualifikation war nicht besonders erfolgreich. Eine deutliche Niederlage bei Vasas Budapest sowie ein knapper Sieg gegen Ham-Kam haben die Aussichten auf ein Weiterkommen eher stark verringert. Ok, es sind noch 4 Spiele, aber als nächstes stehen die Spiele gegen den Favoriten der Gruppe, den FC Utrecht, an.
Der Tiefpunkt
Valur schreibt neue Vereinsgeschichte. Allerdings leider nur eine negative. Zum ersten Mal überhaupt steht Valur Reykjavik am Ende der Tabelle. "Möglicherweise haben wir den Tiefpunkt erreicht. Damit müssen wir wohl oder übel unsere Prioitäten ändern. Diese Saison heißt das Ziel Klassenerhalt.", so der Keyser. Die Anhängerschaft wird auch immer unruhiger um die Situation des Klubs. Die Zuschauerränge werden zunehmend immer leerer. Stimmen werden laut, dass Keyser Soze den Klub ruiniert. "Wenn ich den Klub ruinieren würde, würde ich mich selbst ruinieren. Schließlich steckt hier mein Geld und mein Herz im Hauptstadtverein.", wehrt sich der Präsident. "Ich werden dafür sorgen, dass es wieder aufwärts geht." Manche Experte erwarten, dass entweder zur Winterpause neue Spieler verpflichtet werden oder der Trainerstab ausgewechselt wird. Eins ist damit klar. Veränderungen werden von allen erwartet. Denn die Meisterschaft soll keine Eintagsfliege bleiben. "Bevor wir wieder von Meisterschaft reden können, müssen wir uns erst wieder nach vorne arbeiten. Das heißt, dass jeder Anflug von Euphorie erstmal im Keim erstickt wird."
Endlich ...
"Wir sind saniert"; mit diesem Ausspruch begann die PK des KR Reykjavik vor diesem ZAT.
Nach dem wir mit BVB Dortmundaktien einen Topgewinn eingefahren haben, Sie wurden nun mit 97,3 Eurocent pro Stück verkauft. Wo andere Vereine mit einer Zuschauerzahl im Stadion, die bei uns in den VIP- Logen sitzen, Ihre Euro's herbekommen, 380 Mio. sind da im Gespräch, ist uns ein Rätsel. Das hört sich ganz stark nach Russenmafia und Isländischem Filz an, hoffen wir das der Staatsanwalt dort mal vorbei schaut, angeblich soll im schon eine Anzeige vorliegen.
Wir werden jedenfalls weiterhin finanziel und sportlich kleine Brötchen backen.
Wenn wir noch 3 Punkte im nächsten ZAT einfahren wäre unsere Truppe im Soll, leider haben wir aber davon nicht viel.
Hauptsache nicht letzter ist nun das Motto der Saison.
Ohje....
Eigentlich müsste er ja zufrieden sein, nachdem sein Verein zum Auftakt in der Royal League in seiner Gruppe Platz 1 erreichen konnte. Eine knappe Auswärtsniederlage und einen deutlichen Heimsieg kommentierte der Präsident von HK Kopavogur jedoch weiterhin durch Kritik an der beständig miserablen Auswärtsleistung der Stürmer. Und dann kamen zusätzlich auch noch die Erinnerungen an die letzte Saison: "Damals sind wir auch so gut in die Royal League gestartet und trotzdem nach der 1. Runde schon draußen gewesen". Wie wäre es mit besser machen? "Jaja, aber dazu müssten die Stürmer..." Ach so.
Auch die Spiele gegen den Favoriten Utrecht in der Champions-League-Qualifikation munterten den Präsidenten nicht besonders auf - trotz einer nun ganz ordentlichen Ausgangsbasis für die Qualifikation zur Hauptrunde. Auch hier gelang der Sprung an die Tabellenspitze, wobei durch das überraschende torlose Unentschieden in Utrecht sogar ein winziger Punktevorsprung erreicht werden konnte. Aber gerade diese Partie brachte den Präsidenten schon wieder in Rage: "Da hat man die Chance auf einen Erfolg auf fremdem Platz - und was machen die? Die meinen geradezu, sie wären auf einem Betriebsausflug".
Nun ist wieder grauer Ligaalltag angesagt. Und auf Kopavogur warten gleich zwei Betriebsausflüge: Fylkir und IA sind die Gastgeber. Einfach und schwer sollte man meinen, aber im Falle von Kopavogur wohl einfach nur schwer.
Ach nein, so grau ist die Liga eigentlich doch nicht: Remo Scarels Rücktritt - Gott sei Dank nicht in seiner Funktion als erfolgreicher isländischer Trainer (wer sorgt denn sonst für die Punkte in der 5-Jahreswertung - ok, Fjölnirs Jugend hat noch Potential) - sorgte immerhin ordentlich für Farbe. Und das schöne Herbstwetter tat sein übriges.
Stór i Evrópa
Nuja, in der Liga dümpeln wir so vor uns hin, aber Grund zur Freude gibt es trotzdem: zum einen freut uns natürlich, dass HK in der Champions-League-Quali nach einem durchwachsenen Start nun doch Kurs auf die 10 Punkte hält, was eigentlich für den Einzug in die Hauptrunde reichen müsste. Und dann ist da ja noch die Royal League, wo Fjölnir (übrigens trainiert von Benson himself, Sigurdur kann ja nicht überall sein) mit zwei Siegen gestartet ist und aus dem ohnehin sehr soliden isländischen Auftritt noch leicht herausragte.
Und letztendlich bereitet auch der UI-Cup Grund zur Freude: für einen Wettbewerb, den man eigentlich überhaupt nicht gewinnen kann, schlagen wir uns hier außerordentlich gut, nach der Hälfte der absolvierten Spiele in Runde 2 belegt Sigurdur mit unserer Juniorenauswahl den ersten Rang!
Was mich persönlich aber am meisten freut ist die Tatsache, dass mein Eisbärhandtuch wieder aufgetaucht zu sein scheint. Ich war schon kurz davor, mir ein neues zu kaufen, aber die Dinger sind ja in Island derzeit noch schwerer zu bekommen als ein anständiges Rating für die kleine Privatbank, die ich in meiner Doppelgarage eröffnet habe. 5.65 Prozent p.a. bei einer Mindestlaufzeit von 3 Jahren, ist das nix? Und euer Geld wird bombensicher angelegt, in ein paar neue Spieler für Fjölnir.
Zufrieden, aber glücklos...
Das Glück ist zur Zeit nicht auf unserer Seite. Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen IA Akranes in der letzten Runde, reichte es diesmal trotz grossen Aufwands beim Lokalrivalen KR Reykjavik nur zu einem 3:3. Aber insgesamt war es eine gute Runde für Fram: FH Hafnarfjordur und IB Keflavik konnten mit 3:1 bzw. 3:0 deutlich in die Schranken gewiesen werden.
Was bringt die kommende Runde? Naja, es stehen 2 Auswärtsspiele auf dem Programm, was normalerweise regelmäßig für einen Absturz in der Tabelle sorgt. Und die Chancen, dass dies in diesmal anders sein wird stehen nicht besonders gut. Die dreifache Belastung durch Liga, Uefa Cup und Royal league kostet doch sehr viel Kraft und Konzentration.
Apropos internationale Wettbewerbe: in der Royal League konnte mit einem Sieg und einer Niederlage gestartet werden. Allerdings ist die Tordifferenz nicht die beste. Jetzt heisst es gegen Viking FK aus Norwegen in den nächsten beiden Spielen die Ausgangsposition zu verbessern. Schlechter schaut es im Uefa Pokal aus. Einem Heimremis gegen PAOK Thessaloniki steht eine deutliche Niederlage bei Lokomotive Moskau gegenüber. Jetzt müssen gegen den Vfl Bochum und gegen Kilmarnock FC zwei Siege her, sonst ist der Europapokal für uns schon beendet.
Eilmeldung: Scarel tritt zurück!
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Remo Scarel, seines Zeichens Trainer des Fußball-Erstligisten IA Akranes, bereits am 7.Oktober, dem Tag der Bekanntgabe der Verstaatlichung der zweitgrößten isländischen Bank, von seinem Amt als Vorstandsmitglied der "Landsbanki Islands" zurückgetreten. Grund dafür seien persönliche Belange, ließ Scarel über seinen Pressesprecher verlauten. Mit der Verstaatlichung habe dieser Rücktritt rein gar nichts zu tun.
Seltsam allerdings erscheinen angesichts der jetzigen Ereignisse die immer höheren Ausgaben des Fußballclubs, in dem Scarel eine Art (so der O-Ton des Club-EIgentümers vor einem Jahr) "parlamentarische Diktatur" errichtet hat. Die Ausgaben des Vereins beliefen sich noch vor 5 Jahren auf 650.000 Euro, ein Jahr später, nach der Übernahme durch Scarel, stieg diese Zahl rapide auf 4,6 Millionen und in diesem Jahr schließlich auf geschätzte 380 Millionen Euro an. Clubeigene Tiger- und Elefantengehege für die Abendunterhaltung, Massageräume neben jedem der 23 Trainingsplätze selbst für die F-Jugendlichen und goldene Pissoirs im Vereinsheim geraten jetzt immer mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interresses, das die Machenschaften des Ex-Finanzhais nun hinterfragt.
"Das ist doch Blödsinn", dementiert Scarel auf Anfrage am Rande des Trainings am Morgen und tritt verärgert mit seinen Platin-Fußballschuhen gegen die marmorne Platzbegrenzung. "Wir haben einfach gut gewirtschaftet! Die Zuschauerzahlen sind allein in den letzten drei Jahren von durchschnittlich 350 pro Spiel auf 420 angewachsen, da hat man einfach mehr finanzielle Möglichkeiten!". Doch reicht das als Erklärung? Woher kommt derzeit wirklich das Geld, zum Beispiel für den gerade neu errichteten Harem, den zwei Eunuchen mutig bewachen? "Das...", antwortet Scarel und schaut angestrengt nach links und rechts "...ist... ein Geschenk, jawohl! Man hat eben Kontakte und bekommt schon mal ein paar Kronen extra für Bandenwerbung, zum Beispiel von "Fisch SIgurdsson", ein sehr treuer Sponsor!"
Bleibt abzuwarten, inwieweit der Rückzug Scarels aus dem Bankengeschäft Auswirkungen auf die Ausgaben des Clubs haben wird. Wir werden dran bleiben! Eine Abschlussbemerkung hatte der Trainer aber noch in eigener Sache zu machen: "Wir haben ein Handtuch in unserer Gästekabine gefunden! Ein blau-weißes mit "Der-kleine-Eisbär"-Motiv! Das muss wohl einer von Valur oder Fjölnir beim letzten Auswärtsspiel hier liegen gelassen haben! Ich hab' mir damit nur einmal kurz den Schwanz abgewischt, ansonsten ist es noch völlig sauber! Also: Wer's zurückhaben will, soll sich melden!"
Finanzkrise, was ist das?
Finanzkrise ist in aller Munde. In Island werden die Banken verstaatlicht um Reperatur zu betreiben. Aber das alles interessiert Keyser Soze nicht. "Ich habe mein Geld nicht auf einer Bank liegen. Die Zukunft von Valur Reykjavik ist absolut sicher. Zumindest die finanzielle Zukunft." Der Hauptstadtklub ist also schuldenfrei. Im letzten Quartalsbericht verzeichnete der Verein sogar Gewinn. Von Gewinn können manche Premier League Klubs nur träumen. Die "Big Four" haben zur Zeit einen Verlust von minus 1,2 Mrd. € zu verkraften. Insgesamt machen die englischen Fußballvereine ca. 2,5 Mrd. € schulden. Beispielsweise West Ham United steht finanziell schlecht dar und muss seine Spieler verkaufen. Aber das alles interessiert Keyser Soze nicht. "Was in England passiert geht uns nichts an. Diese Probleme waren abzusehen. Wir haben eigene Probleme. Valur Reykjavik liegt auf Platz 9 und ist damit Vorletzter in der Urvalsdeild Karla. Die Spieler müssen endlich ihrer Rhythmus finden. Sie müssen sich mit dem Verein identifizieren und in den Zweikampf mit Biss und Engagement gehen. Ich verlange totale Aufopferung. Wir sind es unseren Fans schuldig."
Mit 13 Toren hat man bisher den schwächsten Sturm und zuhause begrüßt man die Stadtrivalen Fram und KR Reykjavik. Beim ersten Aufeinandertreffen wurde Valur mit 9 Toren nach Hause geschickt. Vor allem das 6:0 gegen KR hatte es in sich und zeigte deutliche Schwächen der Valurnesen auf. Die Frage wird sein, ob Valur wieder genug Kraft hat um dagegen zu halten. Und auch das einzige Auswärtsspiel gegen FH wirft fragen auf. Kommt Hafnarfjorur wieder die Gänge und hält Anschluß an die stark aufspielenden Esels oder findet Valur wieder zur alten Stärke? Auswärts war man allerdings in allen drei vergangen Saisons nicht wirklich eine Macht. Man wird abwarten müssen, ob sich Valur Reykjavik sich gegen den Trend der letzten Wochen stellen kann.
Keine Besserung
Die Bilanz der letzten Spiele war durchwachsen: In der heimischen Liga: 2 Betriebsausflugsniederlagen und ein Heimsieg - Platz 2 gehalten ist die Folge. In der Royal League: Eine Niederlage und ein Sieg - weiterhin Platz 1 in der Gruppe. Und in der Champions League: Eine Niderlage und ein Sieg - Gruppensieger und damit die Qualifikation zur Hauptrunde erreicht. Man könnte eigentlich zufrieden sein mit den Ergebnissen. Man könnte... Aber während bei anderen Vereinen die Fans immer unzufriedener mit Spielern und Trainer werden ist das in Kopavogur anders: Höchst zufrieden mit Mannschaft und Trainer (man ist sogar dankbar, dass die große Show im eigenen Stadion stattfindet - das 7:4 im letzten Champions-League-Qualifikationspiel war - bei freiem Eintritt! - ein ganz besonderes Highlight) ärgert man sich immer mehr über die negativen Äußerungen des Vereinspräsidenten. Der meinte übrigens diesmal neben seiner üblichen Standardkritik: "Die Aktion mit dem freien Eintritt war wenigstens ein toller Erfolg. Wenn mehr Fans die Mannschaft bei den Auswärtsspielen begleiten würden, wer weiß..." Übrigens: aus gut informierten Kreisen konnten wir erfahren, dass diese Aktion keinen finanziellen Schaden beim Verein hinterlassen wird - sie war offensichtlich schon zu Saisonbeginn in den Etat eingeplant. Die Fans wird es freuen.
Die Saison ist gerettet
Das Handtuch ist wieder da, der dritte Platz in der Tabelle schaut auch gar nicht mehr so düster aus, und international gibt es auch was zu feiern: Sigurdur hat den UI-Cup erfolgreich überstanden, seehr erfolgreich sogar: statt dem ersten Platz, welcher uns in der 1. UEFA-Cup-Runde zum aussetzen gezwungen hätte, kam der zweite Rang bei raus, wir dürfen also gleich nächste Woche wieder ran und Punkte für island sammeln. Soll heißen: ich darf. Sigurdur hat sich jetzt erstmal wieder ne Pause verdient, vielleicht lass ich ihn noch mal ran.
Jetzt ist aber erstmal wieder so eine Woche, wo wir gegen Valur und KR ranmüssen. Der erste hortet immer noch TK wie blöde und jammert dann herum, wenn ihm die Leute die Bude kaputtschießen. Und der andere hat ja seit unserem Aufstieg kaum etwas unversucht gelassen, um sich im Fjölnisvöllur unbeliebt zu machen. Siege planen wir jedenfalls bei beiden Spielen ein, ebenso bei den Fluglotsen von Keflavik. Dort haben sie ja erstmal auf Kurzarbeit geschaltet, seit auf Island das Kerosin knapp wird.Und in der Rückrunde fangen wir dann nochmal ganz von vorne an.
Die Gehälter sind sicher!
Was soll man da noch sagen? Irgendwie hat sich alles gegen Fram verschworen: der deutlichen Niederlage gegen Valur Reykjavik folgte ein deprimierendes 3:4 im eigenen Stadion gegen Fjölnir Reykjavik. Wenigstens im dritten Spiel gegen Fylkir Reykjavik konnte ein remis erreicht werden.
"Die Krise der isländischen Banken hat uns auch voll erwischt. Wie sollen die Spieler mit dem Gedanken beim Verein sein, wenn sie sich nicht sicher sein können, dass sie am Monatsende auch Geld überwiesen bekommen? Wir bei Fram haben immer verantwortlich gewirtschaftet, haben nie auch nur einen Aurar zuviel ausgegeben. Natürlich mussten auch wir uns auf unserer Berater bei der Bank unseres Vertrauens verlassen. Das dieser nur an seine eigene Provision gedacht hat, naja, damit müssen wir jetzt leben. Aber wir können allen unseren Spielern versichern, dass sie sich keine Sorgen um ihre Gehälter mach müssen. Die Gehälter sind sicher...". Manager cachito richtete sichtlich aufgewühlt diese Worte an die Mannschaft.
Schöne Nachrichten gibt es aus der Royal League: Fram hat dort in seiner Gruppe nach zwei Siegen die Führung übernommen. Dagegen ist das Abenteuer Europapokal schon beendet, das Heimunentschieden gegen Athen am 1.Spieltag hat uns das Genick gebrochen.
"Dem Adler die Flügel brechen..."
Remo Scarel ist kein sonderlich bescheidener Mann, und schon mal gar keiner, mit dem man mal gerne nach dem Spiel ein Stückchen Schwarzwälder Kirschtorte essen geht: Ob beschmutzte Handtücher, diffarmierende Gerüchte oder ein ordentliches Schimpfwort - für den Gegner hat der Zyniker immer eine Überraschung parat. Das dürften auch seine Kontrahenten mittlerweile gemerkt haben. Und weil Remo Scarel derzeit an der Spitze der Tabelle steht und es dem alten Rivalen Valur Rejkjavik in diesen Tagen so richtig dreckig geht und dieser sowieso schon am Boden liegt, lässt es sich der sympathische Erfolgscoach natürlich nicht nehmen, nochmal kräftig nachzutreten.
So sagte Scarel, auf das kommende Auswärtsspiel gegen Valur angesprochen: "Ja gut, wer ist Valur? Die waren mal wer, aber heute...? So war das doch immer schon mit den kleinen Teams: Bei Fortuna Köln reden sie heute auch nur noch von früher, als sie auch mal ganz oben mitspielen durften, aber heute redet da auch keiner mehr von", prophezeit er Valur eine sechstklassige Zukunft. Und Mitgefühl mit dem Trainer, dem alten Rivalen Keyser Soze? "Mit...was? Ich kenne den Kerl nur zu gut, und es freut mich zu sehen, dass die Fans ihn endlich beiseite schaffen wollen. Am besten gleich ab nach Curryland! Das ist sowieso längst überfällig. Wenn ich den schon an der Seitenlinie stehen sehe mit seinem Nadelstreifenanzug, würde ich ihm am liebsten mal ordentlich vor die Füße kotzen. Und genau darum wird's gehen am Wochenende: Wir wollen dem Valur-Adler die Flügel brechen und ihn anschließend kräftig im Moor versenken!"
Wahrlich keine rosigen Aussicheten fr Valur, wenn Scarel seine Drohung wahr macht. Schließlich steht der in der Tabelle gut da und würde den Vorsprung gerne ausbauen. Und auch für die anderen Konkurrenten hat Scarel noch ein paar nette Worte übrig? "Welche Konkurrenten? Ich sehe nur Opfer! Kopavogur haben wir 6:2 geputzt, deren beste Tat an dem Spieltag war, dass sie noch ordentlich die Gästekabine saubergefegt haben, bevor sie gegangen sind. Fjölnir ist eine gute Mannschaft, aber sie haben den falschen Trainer, über den habe ich ja nun schon einiges erzählt. Aus dem Team könntest du was machen, aber wenn vor dem Spiel mehr Pediküre als Warmlaufen betrieben wird, dann kann das nix werden! Und KR soll mal schön kommen, die kriegen auch schön einen auf den Arsch!" Sprach's und wandte sich mit hochrotem Kopf ab.
Fans fordern Rücktritt
"Wir brauchen kein Keyser-Geld, wir machen unsere eigene Soze.", so lautet ein Spruch eines Banners von vielen. Die Fans sind unzufrieden und fordern, dass Keyser Soze zurücktritt. Den Eigentümer von Valur Reykjavik konnte man bisher nicht für eine Stellungnahme erreichen.
Vor allem die bittere Heimniederlage gegen KR Reykjavik führte dazu, dass die Fans auf die Barrikaden gingen. Die Mannschaft wurde ab der 30. Minute bis zum Spielende ausgepfiffen. Auslöser war das drei zu null. Die Defensive zeigte eine desolate Leistung und war total verunsichert. Als der Trainer die Mannschaft in der Halbzeitpause umstellte wurde das Spiel zwar besser, doch konnte man den Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende stand es 3:5. Die MWSt. spuckt also dem krisengebeutelten Stadtrivalen kräftig in die Suppe und kann sich über drei Punkte freuen.
Jetzt sind es noch drei Spiele bis zur Pause. Doch die werden nochmal richtig hart. IB, die Esels und Eisbärenhandtuch. Dieser Spielplan ermuntert nicht gerade zum Aufstehen. Bleibt also Valur also noch etwas am Boden liegen?
Puh!
Ja, diese Woche hatte es in sich! Erst die heimische Liga - die aus Sicht von HK Kopavogur überhaupt nicht toll aussieht: Der Halbzeitvorsprung von IA ist genauso groß wie in der vorletzten Spielzeit - und ich denke wir erinnern uns alle noch, wer damals Meister wurde. OK, da half HK kräftig durch eigene Doofheit gegen Ende der Saison mit. Aber das steht auch diese Spielzeit zu befürchten, denn die Ablenkungsmöglichkeiten sind sehr groß geworden: Überraschend hat man doch die 2. Runde der Royal League erreicht, allerdings hat man die schwierigste und am meisten ausgeglichene Gruppe erwischt. Immerhin wird ein Gruppengegner sich nicht noch einmal die Frage stellen müssen, wo Kopavogur liegt. Wir spielen gerne auch zweimal gegen IFK Göteborg. Aber das Halbfinale in der Royal League ist wahrscheinlich deutlich schwieriger zu erreichen als die nächste Runde der Champions League. Gut, hier konnte HK recht erfolgreich starten (gegen IFK...), aber in der irischen Hauptstadt gab es wieder mal - wie üblich in fremden Landen - nix zu holen. Aber nicht nur HK erfreut sich toller internationaler Ergebnisse - auch die anderen noch vertretenen isländischen Mannschaften helfen kräftig mit, die Geographiekenntnisse unserer Gegner deutlich zu verbessern.
Það gengur allt á aftur fótunum
Zu deutsch: es läuft nicht besonders bei Fjölnir. Was die Meisterschaft angeht, hat die Blaugelben ohnehin niemand mehr auf dem Radar (immerhin: Remo erwähnt uns in seiner Festrede noch, den Keyser hats noch schlimmer erwischt), aber selbst die Verteidigung des dritten Platzes wird eine mehr als schwierige Angelegenheit. Wenns am schluss die Nr 4 wird, kann sich im Fjölnisvöllur eigentlich niemand beschweren.
Wie gut, wenn man da die internationalen Turnierehat, um sich ein wenig aufzurichten: in der Royal League hat Fjölnir aus denkbar schlechter Ausgangslage den Einzug in die Zwischenrunde geschafft, und im UEFA-Cup ist der Umstieg von Sigurdur auf Benson dem Team auch nicht so schlecht bekommen, wie man gemeinhin befürchtet hatte: zwei Spiele ungeschlagen und das Tor zur Zwischenrunde ist weit offen.
Aber ganz außer acht lassen wollen wir die Liga dann doch nicht: auch die verkorksteste Saison muss zuende gespielt werden, obs den Spielern passt oder nicht. Vielleicht sieht nach einem Sieg beim Herbstmeister aus Akranes wieder alles viel beser aus, und wenns überhaupt nix wird mit dieser Saison, kann man sich ja immer noch anValurs Missgeschick erfreuen.
Aber wenn selbst die Peschsträhne der tibetischen Brathühner reißen sollte, hilft uns nur noch der Pokal!
Die allgemeine Gemütslage: wechselhaft
Das wir zufrieden sind mit den momentanen Leistungen unserer Mannschaft in der Liga können wir nicht unbedingt behaupten. Natürlich ist auch ein wenig Pech, wenn man zum vierten Mal auswärts nur Unentschieden spielt. Wenn nur zwei dieser knappen Spiele gewonnen worden wären, dann, ja dann wären wir sogar auf dem zweiten Platz nach der Vorrunde. Aber der Torrausch-Gott ist nicht mit uns, da hilft auch kein großes Lamentieren. In der Rückrunde muss jetzt aber angegriffen werden, wir wollen schliesslich die Titelhoffnungen nicht vorzeitig begraben. Mit zwei Heimspielen in dieser Runde stehen die Chancen auch nicht schlecht ein wenig Boden gutzumachen. In jeder Runde einen Platz nach oben klettern, dann reicht es am Schluss zur Meisterschaft...
In der Royal League ist der erste Zwischenerfolg schon erreicht, die zweite ist erreicht mit einem guten Restkonto. Die Aussichten sind nicht schlecht, wenn das Team es endlich schafft auf die wichtigen Partien zu konzentrieren.
Ich habe fertig!
Herbstmeister
Als Tabellenführer geht IA Akranes in die nicht vorhandene Witerpause und winkt den Verfolgern mit zufrieden stellenden sechs Zählern Vorsprung zu. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Remo Scarel den Pressevertretern: "Wir stehe da, wo wir hingehören. Bilsnag lief alles so, wie geplant. Wir müssen aber mal abwarten, welche Üerraschungen die Teams in der Rückrunde für uns bereithalten. Erfahrungsgemäß sind SIege gegen den Tabellenführer immer besonder schön", ist sich Scarel trotz aller Zufriedenheit der prekären Lage bewusst.
Wie prekär diese wird, hängt sicherlich auch von den nächsten drei richtungsweisenden Spielen aab: Zuncäsht empfängt man den lieben Erzfeind Benson, danach spielt man beim derzeit schwer berechenbaren FH Hafnarfjordur auf und empfängt dann daheim Fylkir Rejkjavik. Gerade letzte haben dem Ex-Meister am ersten Spieltag kräftig in die Suppe gespuckt, was dieser sicherlich gerne zurückzahlen würde.
Wen sieht der Trainer aber als härteste Konkurrenten nach dem Ende der Hinrunde? Wer kann IA noch gefährlich werden? "HK hält sich noch sehr im Hiintergrund. Die siehst du nie kommen und am Ende stehst du plötzlich hinter denen. Da muss man aufpassen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass sie ihre Schiene noch sher lange so runterspielen werden, sprich: Kräfte schonen bis zum allerletzten Augenblick. KR hat sich bislang erstaunlich selten selbst ans Bein gepinkelt. Ob's reichen wird, muss man sehen. Und Fjölnir wird sich den Kopf darüber zermatern müssen, wie man acht Punkte Rückstand aufholen kann. Das wird nicht leicht werden, aber wir beobachten sie weiterhin!" Beobachten wird er sie vor allen Dingen beim kommenden Heimspiel können. Ob Fjölnir seine Auswärtsflaute überwinden kann, wird sich zeigen.
Nach der Hinrunde ist vor der Rückrunde
"Nadelstreifenanzug? Naja, ich weiß nicht wie tief Hr. Scarel mal wieder ins Glas gekuckt hat. Aber solche modische Lappalien werden nie Einzug in meinen Kleiderschrank finden.", wehrt sich der Keyser. "Außerdem lassen die schrecklichen Eselhausschuhe von Hr. Scarel nicht wirklich zu jemanden am Kleidungstil zu kritisieren. Da sollte er selber vor der eigenen Türe kehren."
Aber wenn interessiert es eigentlich, was jemand für Kleidungsstücke trägt? Hier wird Fußball gespielt. Das wird auch nochmal deutlich bei den ganzen Neckereien, die der Valur-Eigentümer ertragen musste. IA hat nicht mal ansatzweise die Flügel vom Adler berüht und Fjölnir hat das kaputtschießen einer Bude (im Sinne von Tor) total verfehlt. Die Spieler von Benson dagegen randalierten an einer im Keyser-Soze-Stadion befindlichen Pommesbude. Jedenfalls konnten die beide Heimpartien gegen IA und Fjölnir jeweils mit 1:0 gewonnen werden und lässt die aufgeheizte Anhängerschaft wieder etwas abkühlen. Die knappe 3:4 Niederlage bei IB tut zwar weh, aber man hat gesehen, dass Valur nichts unversucht ließ. Das Spiel war also mit Sicherheit ein Augenschmaus für die Zuschauer.
Jetzt heißt es aber "Nach der Hinrunde ist vor der Rückrunde". Das heißt für Valur konkret, dass sie sich tabellenplatzmäßig verbessern müssen. Um dieses trivale Ziel zu erreichen, muss man die ersten Spiele der Rückrunde gegen Fylkir, HK und Vikingur bestmöglich absolvieren und ohne dabei mit dem Kopf durch die Wand zu rennen.
Rauswurf ....
"So nicht"; der Manager von KR war doch etwas angesäuert davon das unsere neuer PR-Futzi, keine PR-Mitteilung an die Presse gemailt hatte und wir daher keine Boni bekommen haben für den 6 ZAT.
"Wird sind doch nicht der Ackermann und verzichten freiwillig auf unsere Boni" war sein launischer Kommentar.
Also muß der Manger alles wieder selber machen, "1-Euro-Jober sind auch nicht mehr das was Sie waren," waren seine letzten Worte auf der PR zum 6 ZAT.
"Sportlich ist wohl ein Wunder geschehen, denn das wir auf dem 2. Platz liegen hat doch alle im Verein erstaunt und anschließend kannte der Jubel keine Grenzen mehr.", so seine Resümee vom ZAT
Klar ist das nur eine Momentaufnahme und nach den beiden schweren Auswärtsspielen im nächsten ZAT werden wir wohl wieder weiter hinten in der Tabellen sein, doch wir freuen uns nun erstmal auf unsere VizeHerbstmeistertitel.
Den bis zum Tabellenkeller sind es ja nur 7 Punkte, da ist noch alles drinnen, insbesondere wenn hier noch Topteams mit einem besserem TK als wir knapp hinter uns liegen.
Das kennen wir doch!
Ja, was man so im "Blätterwald" zu lesen bekommt, z.B. kürzlich die Analyse der letzten Begegnungen von Fram. Da war doch mal was... Richtig! In der vorletzten Saison beschwerte sich der Stadtrivale KR: "Warum nur schießen sich alle gegen uns ein? Keine Manschaft hat mehr Gegentore bekommen als wir." (jaja, ich hab' im Archiv gestöbert, die anderen Stellen dieser Art suche ich jetzt aber nicht heraus). Vielleicht hilft bei der Analyse der Probleme von Fram auch die folgende Frage: Seit wann verhindern Handtücher Tore? Es steht allerdings zu befürchten, dass ein erfolgreicher Versuch der angedrohten Verpflichtung neuer Spieler (sicher Außerirdische, ich glaube nicht an Erlöse aus Handtuchverkäufen, aber Raumschiffe kann man ja bekanntlich mit Handtüchern "anlocken") zu ernsten Problemen bei den gegnerischen Mannschaften führen kann, da deren Spieler bei dem ungewohnten Anblick wahrscheinlich das Toreschießen vergessen werden. Mal schauen, ob diese Strategie aufgeht.
Nach mittlerweile vier Spielen in der Hauptrunde der Champions-League kann der isländische (Noch-) Meister eigentlich zufrieden sein, da man ja noch alle Chancen hat, auch diese Runde gut überstehen zu können. Man tut sich international im Moment leichter als zu Hause, wo man es nur mit Mühe schafft, den Anschluss an die Tabellenspitze halbwegs zu halten. Allerdings heißt das nicht allzu viel in Island, der Abstand zum Drittletzten ist auch nicht größer, und das treibt dann doch einige Sorgenfalten auf die Stirn des Vereinspräsidenten: "Mir ist natürlich schon klar, dass die Spieler derzeit große Freude daran haben, durch Europa zu reisen, aber dabei sollten sie nicht vergessen, dass die Grundlage dazu zu Hause gelegt wird. Und Platz 8 ist beim aktuellen Platz Islands in der 5-Jahreswertung definitiv nicht ausreichend." Dass Island übrigens international gut mithalten kann zeigte vor allem Benson mit Fjölnir, die ungeschlagen die 1. Runde des UEFA-Cups bewältigten - "Großes Kompliment von uns" meinte dazu der Vereinsboss, "daran sollten sich unsere Spieler mal ein Beispiel nehmen".
Das wars dann wohl!
Auswärts will uns trotz relativ hohen Einsatzes einfach nix gelingen. 0:3, 0:4, 3:3, 0:4, 3:3, 0:3, 2:2, 3:3, 0:4 und 3:4, so lauten die bsiherigen Ergebnisse. Kein anderes Team musste so viele Auswärtsgegentore hinnehmen wie wir, obwohl viele 1 Spiel weniger haben. Aber auch daheim gibt es nur 3 Teams, die weniger Gegentore kassiert haben. Woran liegt das? Sind gegen uns alle besonders motiviert? Oder ist unsere Abwehr tatsächlich so löchrig? Gegen letzeres spricht die Tatsache, dass besonders in der Royal League niemand weniger Gegentore kassiert als Fram.
Die Meisterschaftsträume sind jetzt wohl ausgeträumt, jetzt kann es nur noch darum gehen sich anständig aus der Saison zu verabschieden. Angesichts von 2 Auswärtsspielen in dieser Runde wird das aber zumindest für die kommende sehr schwer. Weil, wie oben angeführt auswärts für uns nichts zu holen ist.
Hat die Handtuch-Kampagne eventuell das Team abgelenkt? WIr wissen es nicht, aber mit den Einnahmen aus dem Handtuchverkauf, kann nach Verstärkungen für die kommende Saison gesucht werden!
Alle Mann ins Boot, bitte!
Er hat sie freundlich eingeladen... also der Herr Remo seine netten Gäste. Und von überall her sind sie gekommen: Aus der Hauptstadt von Fjölnir und sogar von Valur (lang nicht mehr gesehen) sowie aus Kopavogur. Alle sind sie gekommen und dem alten Eseldompteur der Enladung gefolgt, sich doch bitte auch mal vorn in der Tabelle zu versuchen und sich in Position zu bringen, die Esels von der Spitze zu schießen. Denn spätestens seit der 1:4-Heimschlappe gegen Fjölnir und der 0-Gegentore-9-Punkte-Runde für Valur gegen wird's wiederrichtig schön kuschelig eng vorne an der Spitze und der einst so stolze Vorsprung auf die Verfolger ist bedenklich zusammengeschrumpft.
Wirklich Grund zur Freude gibt's daher derzeit nicht bei IA, waren die drei Punkte doch eigentlich eingeplant gewesen. Und ausgerechnet in der angespannten SItuation, die also endgültig den Sturmlauf des gesamten Rests der Liga auf die Tabellenspitzeeingeläutet zu haben scheint, steht mit dem Spiel gegen Kopavogur der nächste Knaller ins Haus. Im Hinspiel ließ man zwar beim 6:2 nichts anbrennen, doch ob die ANgelegenheit im Rückspiel auch so angenehm wird oder ob Kopavogur wie in der letzten Saison beim 5:1-Auswärtssieg erneut so wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten mitnehmen kann, bleibt abzuwarten.
Remo Scarel jedenfalls war zu keinerlei Stellungnahme in dieser Woche bereit und stürmte stets wortlos nach den Trainingseinheiten an den wartenden Pressevertreter vorbei. Die Nerven scheinen etwas blank zu liegen. Kaum auszudenken, was passiert, sollte Scarel auch das zweite, richtungsweisende Spitzenspiel in Folge verlieren.
Eine gute Woche für Fjölnir
Fangen wir, wie es inzwischen zur Mode geworden ist, mit den Ereignissen auf internationalem Parkett an: Während sich der selbsternannte Alleinunterhalter Scarel (mit Betonung auf Scare) vor dem Fernnseher gemütlich machte, holte Fjölnir für Island die Kohlen aus dem Feuer und schickt sich mit zwei weiteren Siegen an, den Weg zu einem weiteren zweistelligen Eintrag in der 5JW zu ebnen. In der Royal league sind die Mannen vom Fjölnisvöllur zwar weiterhin chancenlos, doch man gibt sich redlich Mühe, der Konkurrenz das Leben so schwer wie möglich zu machen und den weg für Fram freizusperren. Selbstlos wie eh und je, dieser Benson. Kein wunder, dass ihm ganz Island zu Füßen liegt.
Ein weiterer Akt der Selbstlosigkeit führte dazu, dass der sympathische Übungsleiter der Blaugelben die Liga wieder ein wenig spannder gestaltete. Ein 4:1-Sieg in Akranes war das einzige, was in dieser Lage half. Was das im Endeffekt Fjölnir helfen soll, ist noch nicht so ganz klar: Die Saison ist noch lang, der Spiele noch etliche, und am ende vom TK sind mal wieder jede Menge ZATs übrig. Auch ist es jetzt nicht mehr ganz so en vogue, sich am Elend von Valur zu weiden, doch dann weiden wir uns eben ab sofort am Elend von Akranes. Skål!
Ist Valur wieder dran?
Diese Frage stellen sich nach den spektakulären Donnerstagspartien viele Valur-Fans. Nach dem der Hauptstadtklub das fünfte Spiel in Folge gewonnen hatte, hat man sich wieder in die obere Tabellenhälfte gehieft. Jetzt liegt Valur Reykjavik mit 32 Punkten auf Platz fünf, direkt hinter Fjölnir. Der Vorsprung von den Esels konnte auch verkürzt werden. Waren es in der Hinrunde schon mal 13 Punkte, sind es jetzt "nur" noch fünf Punkte Vorsprung. Die isländische Tageszeitung Morgunbladid titelte "Örn m fljúga aftur". Keyser Soze warnt aber und dämpf die Euphorie: "Es ist schön wieder vorne dabei zu sein. Doch wir brauchen uns nichts vormachen. Es warten noch schwere Spiele auf uns. Deshalb müssen wir weiter klaren Kopf bewahren, damit Valur Reykjavik nicht wieder in das Loch fällt, wo wir gerade rausgestiegen sind." In der Tat wird es nicht einfach. Kommende Woche erwartet Valur den zweitplatzierte KR Reykjavik. Der hat diese Saison die Valur-Fans schon zweimal in Rage gebracht. 6:0 und 5:3 konnte MWSt. sich gegen die Mannschaft von Keyser Soze durchsetzen. "Ein solche schmach wird es diesesmal nicht geben", meinte Keyer Soze kämpferisch. Aber auch die anderen Spiele gegen Fram und FH dürfen nicht außer acht gelassen werden. "Das kurzfristige Ziel heißt jetzt den Anschluss an die Spitze halten.", erklärte der Klubbesitzer abschließend.
[sub]*Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung.[/sub]
Wir haben verstanden...
Es will einfach nicht laufen in der Liga. Irgendwie fehlt uns das Händchen für die richtigen Entscheidungen. Setzen wir auswärts keine Tore dann setzen auch die Gegner wenig ein. Setzen wir viele Tore dann setzen auch die Gegner viele Tore ein. Na gut, dann haken wir diese Saison einfach ab und versuchen sie noch einigermassen ordentlich zu Ende zu spielen und Motivation für den Pokal zu holen. Der will ja schliesslich verteidigt werden. Und das ist das erklärte neue (Nah-) Ziel. Irgendwie muss man die Motivation ja hoch halten.
 
Obwohl: dafür ist ja die Royal League da. Dort sieht es für Fram sehr gut aus, die KO Runde ist so gut wie erreicht. Mit einem Sieg im isländischen Duell gegen Fjölnir Reykjavik kann der schon fast sicher gestellt werden, ein weiterer Sieg bei <span>Ham-Kam</span> aus Norwegen bringt die 100 Prozentige Sicherheit. Und die wollen wir haben. Auf Grund des hohen Resttorkontos sollte dies auch kein Problem darstellen.
&#160;
Also dann: auf zu neuen Ufern...
Schweiß in der Kimme...
"Kein Kommentar!" - Zwei Wochen ist es nun her, dass das ansonsten selten um eine diffarmierende Stellungnahme verlegene Operhaupt von IA AKranes, Remo Scarel, zuletzt mit der gerade jetzt äußerst interessierten Presse geredet hat. Vier Niederlage in den sechs ersten Rückrundenspielen, das Zusammenschmilzen des Vorsprungs auf ganze zwei Törchen und vor allem der alte neue Konkurrent Valur, der, schon totgesagt durch Scarel, wieder überraschend ganz oben aufschließen konnte, bringen den Esel-Dompteur in diesen Tagen zum Schweigen.
Dass er nichts sagen will, kann verständlich sein, schließlich ist der Druck nach der Last-Minute-VIZE-Meisterschaft in der letzten Saison diesmal besonders groß, Titel zu holen. Andererseits reagieren die Konkurretnen - allen voran Valur natürlich - dieser Tage mit besonders enthusiastischen Pressemitteilungen, die auch Scarel nicht verborgen bleiben dürften. Wird man nervös in Akranes? Droht Ähnliches wie in der ersten Saison, in der man lange auf Platz EIsn thronte, bevor man durch eigenes Ungeschick schließlich noch von Valur überholt wurde und am Ende in der Hauptsadt gefeiert wurde? Steht Scarel schon wieder der Angstschweiß auf der Stirn? Läuft ihm die Brühe gar schon den Rücken runter? Nimmt die Angst Überhand? Wie viele möchtegernpsychologisierende sportjournalistenfreudsche Phrasen verträgt ein Zeitungsartikel?
Fakt ist: In Akranes rumort es schwer angesichts der "blauen Pest" von Valur. Und daneben gibt es noch drei weitere Konkurrenten mit mehr oder weniger gute Ausgangspositionen um den Titel. Wie man die so schnell wieder loswerden will, wird sich zeigen. Man darf gespannt sein.
Nagetiere und fremde Länder
Fremde Länder - das klingt nach Urlaub, und so fühlten sich die Spieler von HK Kopavogur ganz offensichtlich mal wieder - 2 Spiele in Göteborg, erst eine knappe 2:3 Niederlage (immerhin hat man sich doch mal angestrengt), dann Tags darauf eine peinliche 0:7-Schlappe in der Champions League. Wahrscheinlich hatte man den Frust der Vortagsniederlage kräftig in alkoholischen Getränken ersoffen. Immerhin: Die nächste Runde in der Champions League ist erreicht, der Europatourismus kann weitergehen (unschön dabei: als nächstes gehts zu den Schotten - die, die ich so schlecht verstehe). Mit den Skandinavienreisen wirds allerdings demnächst vorbei sein - die Ausgangslage vor den letzten beiden Spielen in der Royal League ist alles andere als komfortabel. Aber da gibts ja noch einen anderen Hoffnungsträger, der im europäischen Wettbewerb weniger glücklich war. Den Royal-Cup sollte man am besten in isländischen Dauerbesitz überführen!
Hamster sind in Kopavogur dagegen kein Thema. Auf dieses angesprochen entgegnete der Vereinspräsident: "Hamster in Island kenne ich lediglich aus dem Zoo oder Tierhandlungen. Und in unserem Verein gibts bekanntlich nur eine Sorte Vierbeiner, und das sind Schafe." Määäh!
Benson warnt die Hamster
Wieder ein recht ordentlicher ZAT, der vierte Platz wurde gehalten. Dem Sturmlauf von Valur hat Fjölnir derzeit zwar nichts entgegenzusetzen, aber an die Meisterschaft hat bei den blaugelben ohnehin schon lange niemand mehr geglaubt. Am Schluss wird man froh sein können, wenn der Vierte Platz gehalten werden kann.
Alles in allem ähnelt die isländiche Liga dieses Jahr wieder einem Radrennen mit Bergankunft. Vorne bleibt die Spitzengruppe bis zur letzten Rampe beisammen, während hinten immer wieder welche rausfallen. Diese Woche hat es Kelfavik erwischt, aber niemand will der nächste sein. Und niemand will den finalen Antritt zu früh starten - die Rache des Pelotons könnte auf den Fuß folgen.
Zwei Teams machen dabei einen deutlich fitteren Eindruck als der Rest vom Schützenfest: der Meister aus Kopavogur und die Fluglotsen vom IBK. Beide müssen, können und werden auswärts noch das ein oder andere Mal kräftig zuschlagen. Dummerweise fahren beide Teams noch einmal ins Fjölnisvöllur. Dumm für Fjölnir - aber vor allem dumm für die beiden. Denn bei uns erwartet sie eine Spezialbehandlung! Teams mit zu viel Rest-TK können sich auf was gefasst machen, das Publikum freut sich schon auf zwei Torfestivals und Sigurdur auf Rekordumsätze nach den beiden Siegesfeiern. Holt eure Punkte woanders, Freunde.
Die Meisterschaft ist wieder in Reichweite
Keyser Soze hättes es beinahe vor lauter Spannung zerrießen. Den vorallem die Heimspiele gegen die Stadtrivalen Fram und KR waren nervenaufreibend. Aber auch das Auswärtsspiel gegen FH hatte es in sich. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst. 1:0, 1:0, 4:3 jeweils zugunsten von Valur Reykjavik. "Diese ersten sechs Spiele der Rückrunde entschädigen die gesamte Hinrunde.", meint der Keyser. Es ist nämlich nicht allzulange her, dass Valur Reykjavik im Keller spielte. Doch jetzt ist man wieder da.
Die Fans haben es registriert und stehen jetzt wieder voll hinter ihrem Verein und dessen Eigentümer. Viele denken schon wieder an die Meisterschaft. Aber auch hier bremst Keyser Soze ein wie schon letzte Woche: "Es sind noch 12 Spiele und jede Topmannschaft muss nochmal gegeneinander antreten. Vor allem HK lässt es noch spannend werden. Man kann fast damit rechnen, dass bei denen es bald heiß hergeht. Schluri wird mit Sicherheit nicht mehr lange zuschauen. Sonst verliert er den Anschluss an die Spitze." Weiterhin meinte Keyser Soze, dass die restlichen Topteams jetzt absolut ebenbürtig sind und damit die Meisterschaft noch völlig offen ist.
Oweia
"Immer wenn du meinst es geht nicht mehr schlimmer kommt die nächste Katastrophe schon um die Ecke". Ziemlich frustriert tart Manager cachito diese Woche vor die versammelte Presse um zu versuchen die letzten Leistungen in der Liga zu erklären. Viele neue Erkenntnisse konnte er aber auch nicht mittteilen. Das Team spiele ja nicht schlecht und der Einsatz stimmt, aber irgendwie brauche man jetzt wohl ein Erfolgserlebnis und dann wird der Knoten schon platzen.
Auf kritische Nachfragen einiger Vertreter der lokalen Presse wurde ziemlich dünnhäutig reagiert: "Stellen sie sich doch selbst auf den Platz und zeigen, dass sie es besser können" wurden diese vom Trainer angeblafft. Als dann auch noch die Frage gestellt wurde, ob man mit einer solch schlechten Saison schon gerechnet habe, denn irgendeinen Grund musste die "Keine-Panik-Handtuch" Kampagne doch gehabt haben, war es mit der Beherrschung endgültig vorbei. "Ihr Schmierfinken wollt uns doch nur schlecht machen, ihr habt doch kein bischen Ahnung von dem was da auf dem Rasen abläuft". Anschliessend verlies er kommentarlos den Raum.
Achja: in der Royal League steht Fram im Halbfinale.
Einzig Valur mit breiter Brust?
Im Norden nichts Neues... zumindest in der Urvalsachleckmichdoch, der ersten isländischen Liga. Keine wirkliche Verbesserung der Situation gab es da für den Vizemeister IA Akranes, was angesichts der nach wie vor geringsten Reserven der drei (Haupt-)Titelanwärter wie eine Niederlage erscheinen muss. Verwurderlich wäre es da gewesen, wenn der notorisch nervöse Remo Scarel in dieser Woche Worte für die kritische Lage bei seinem Verein gefunden hätte. Doch so schweigt man weiter und schaut sich nervös bis panisch in Richtung Verfolgerfeld um, jeden Abend darum betend, dass der "Vorsprung" von 0 Punkten und 0 Toren doch noch ein Weilchen bestehen möge. Fakt scheint zu sein, dass gerade der Tabellenführer seit Wochen nur wie ein eine vielleicht schon bald zu ersetzende Variable im Spiel der heranstürmenden Konstanten Valur Rejkjavik und HK Kopavogur zu sein scheint.
Das hat auch Fjölnir-Trainer Benson so betont. Doch was sagt schluri, seines Zeichens Titerlverteidiger und auch jetzt wieder nicht nur von Benson zum Meisterschaftsanwärter Nummer 1 erklärt? Statt dass kräftig in die Fanfaren geblasen wird um den Angriff auf den Pseudo-Tabellenführer IA Akranes zu starten, sieht man seine eigene Position ver-rückterweise deutlich schlechter als die Konkurrenz und übt sich in Understatement.
Einzig Valur scheint derzeit breite Brust zu haben. Kein Wunder, wenn einem in der gesamten Rückrunde der Wind nur so unter die weit ausgestreckten Flügel pustet und bis auf Rang Zwei trägt. Schon jetzt pickt der blaue Valur-Pickelvogel kräftig an der Leber des Noch-Ersten und will ihn endgültig von der Tabellenspitzestoßen. Da sind einem auch die alten Tricks nicht zu schadfe, die Konkurrenz demonstrativ zum Toreschießen gegen die Esel-Truppe aufzufordern. So darf man also gespannt sein, ob am Ende die breite Brust und das Understatement die richtigen Mittel finden werden oder ob der Nervöse Esel am Ende doch die Nase vorn haben wird. Die nächsten Spiele mit einigen sehr interessanten begegnungen der Titelanwärter könnte erste Aufschlüsse geben.
Unsere große Frage.
Reicht es noch, um den Titel zu verteidigen? Die Vereinsführung von HK Kopavogur zeigt sich weiterhin pessimistisch: "Wir sehen derzeit ganz klar, dass die Spieler die Saison weitestgehend verschlafen und ihr Potential überhaupt nicht ausgenutzt haben!" hieß es auf der Pressekonferenz nach dem überraschenden 0:0 bei KR Reykjavik. Es war das erste Unentschieden der Mannschaft überhaupt, genau wie 2 Spiele davor der 4:2-Auswärtssieg bei Fram Reykjavik eine Saisonpremiere war: Der erste Dreier in dieser Saison auf fremdem Platz. Aber natürlich war auch der Hinweis auf die in den nächsten Wochen bestehende starke Belastung der Mannschaft nicht von der Hand zu weisen. Die kommenden Partien in derZwischenrunde der Champions League werden nicht einfach, aber der Wunsch, Island auch in der KO-Runde noch vertreten zu dürfen, ist selbstverständlich ebenfalls vorhanden. Die Spieler sind sowieso weiterhin reisehungrig, auch wenn es nicht mehr mit dem Halbfinale in der Royal League geklappt hat - aber das kam jetzt auch nicht besonders überraschend.
Wieso ??
Wer macht hier den Terminplan?
Wieso wird den hier keine Rücksicht genommen, wenn der Chef 6 Tage in der Wüste des Internets festhängt und keine Sau Ihm hilft.
Wäre nicht zufällig ein Serverdown vorbei gekommen, wer weiß nicht ob die MwSt. mit noch heute auf einer Platine festsitzen würde.
NMR was für ein böses Wort, doch gut wir fügen uns der Gewalt des LL und akezptieren unsere Strafe, aber das kommt hoffentlich nicht noch einmal vor.
Außerdem hätte ja der LL ruhig mal von Kiel nach Coesfeld kommen können und uns befreien dürfen - Schwamm drüber.
So und nun wie geht es weiter?
Wir müssen endlich mal wieder punkten um nicht ganz ans Ende der Tabelle zurutschen. Platz 4 wäre als Endplatz der Saison schön, doch leider wird das nach dieser Nullnummer nicht einfacher.
Hoffen auf Henning, Hammer für Hamster
Als erstes mal ein Hallo und Auf Wiedersehen an Henning. Viel Erfolg beim Unternehmen Klassenerhalt, aber ich glaube da eher nicht dran. Aber auch wenns nicht klappt: nächste Saison wird ja ein Trainerstuhl bei einem Aufsteiger frei!
Zum Tagesgeschäft: Fjölnir ist von 4 auf 5 gefallen und hat damit einen Riesenschritt in Richtung Platz 4 getan. Uh? Ja!
Der überraschende Punktgewinn in einem wie immer extrem hitzigen Derby gegen KR hat der Moral der Mannschaft gut getan und dafür gesorgt, dass jetzt jeder im Fjölnisvöllur daran glaubt, dass die Blaugelben (Remo: welche Krankheit fällt dir zu dieser Kombination ein) sich hinter dem isländischen Streichelzoo - Esel, Brathühner, Hamster - wieder für die Royal League qualifizieren können.
A propos Hamster: Kra-pow! So klingt es, wenn jemand bei Fjölnir eine Spezialbehandlung erfährt. So geschehen den Fluglotsen von Kelfavik, die vorsichtshalber die Ü60-Traditionsmannschaft geschickt haben. Seeehr weise Entscheidung! Der nächste Hamster, der uns besucht, ist der Meister von HK, für mich mal wieder der Meistertipp schlechthin. Die Chancen auf eine Titelverteidigung stehen so ungefähr bei 60% und könnten noch steigen, wenn sich Schluri auch entschließt, auf die Abreibung seines Lebens zu verzichten. Das Fjölnisvöllur ist keine uneinnehmbare Festung, aber niemand, der sich ernsthaft an einer Erstürmung versucht hat, hat überlebt, um davon zu erzählen. Knappe 17 TK für 5 Heimspiele heißt es ist genug für alle da! Auch Remo und der Keyser dürfen nochmal kräftig vom Watschenbaum naschen, der trägt diese Saison besonders üppig, auch im Herbst.
Große Euphorie bei Valur
Die Anhänger des Hauptstadtklubs sind sich sicher. Valur wird der neue isländische Meister. Diese Euphorie wundert aber keinen. Hat doch Valur Reykjavik in den letzten neun Spielen nur eines verloren. Die Fans meinen, dass es ruhig so weitergehen könne. Das wünscht sich der Keyser auch. Aber er kennt nur zu gut die isländische Liga. Und er weiß auch, dass es nicht Valur in der Hand hat Meister zu werden. Im Vorteil sind immer noch die Esels und die Hamster liegen zwar vier Punkte zurück, haben aber durchaus noch gute Chancen plus einem Heimspiel mehr und das sie heimstark sind haben sie in dieser Saison mehr als bewiesen. In 13 Heimspielen nicht eine einzige Niederlage, das erinnert an gloreiche Zeiten in Reykjavik. HK könnte die erste Mannschaft werden die alle ihre Heimspiele gewinnen, ob das aber alleine zur Titelverteidigung reicht bleibt abzuwarten. Abwarten muss man auch den richtigungsweisenden nächsten Donnerstag.
Was macht der neue Trainer bei Vikingur? - An dieser Stelle ein HERZLICHES WILLKOMMEN an Henning. Viel Spaß in ISLAND. - Wird Fylkir Reykjavik zuhause gegen den IA Akranes bestehen? Kann Valur die Heimserie von HK Kopavogur beenden? Wer macht den ersten Fehler? Eins ist klar. Valur möchte weiterhin die blaue Pest in Akranes bleiben und außerdem dem Hamster das Futter wegnehmen. Doch in der Hand haben es andere, ob der Adler fliegt oder fällt.
Das Schweigen der Esel
Vierte Woche, und wieder nix: Remo Scarel zieht sich weiter mit seiner Mannschaft zurück und bereitet sie intensiv auf die letzten Saisonspiele vor. Dabei ist die Ausgangslage ähnlich wie zuletzt: Die Tabellenführung hat man weiterhin inne, Valur hängt der Esel-Truppe jedoch in den Fersen.
Mittlerweile scheint man sich ein deutliches Bild in der höchsten isländischen Spielklasse gemacht zu haben: Fjölnir tippte auf Außenseiter HK Kopavogur als neuen Meister, Valur wirkt nach wie vor voller Zuversicht und auch KR gratulierte schon mal zum Gewinn der Meisterschaft. Mit den Eseln scheint so richtig keiner mehr zu rechnen, obwohl noch ganze drei Heimspiele anstehen.
Klar ist, dass man diese wohl gewinnen muss. Eventuell müssen auch noch auswärts Punkte geholt werden. Und dann ist da noch das gefährliche Rechnen mit der Tordifferenz: Derzeit ist Akrankes leicht vorn, doch könnte Valur das mit den besseren verbliebenen Reserven schnell egalisieren. Das Rechnen darf also weiter gehen. Sicher dürfte aber sein, dass man nach den kommenden Spielen endgültig wird sagen können, ob der Zweikampf ein solcher bleibt oder ob HK oder gar Fjölnir (naja... wohl eher nicht) noch einmal Morgenluft schnuppern können.
Ein einziger Hindernislauf
Nur noch 6 (in Worten: Sex-) Spiele sind zu bestreiten. Und Keyser Soze ist schon ganz heiß darauf. Gepannt warten alle auf das Saisonende und die Wettbüros haben so einiges zu tun. Fakt ist, dass ein Altmeister Neumeister wird. Dafür kommen aber noch drei Mannschaften in Frage. HK, IA und Valur. Ersterer hat aber vermutlich zu lange an Kraft gepart. Jetzt wird ihm nur ein Wunder helfen oder ein grober Schlitzer der anderen zwei. Wo wir hiermit zu Valur kommen. Punktgleich mit IA scheint der Adler die besseren Karten zu haben. Doch sind da ein paar Hindernisse, die zum Problem werden können. Da wären die weniger zur verfügungstehenden Heimspiele, das direkte Duell gegen IA, ein kleines Watschenbäumchen, ein Sparer und noch diverse andere Fallen und rumliegende Handtücher. Man sieht schon. Es ist ein steiniger Weg (würg: Xavier Naidoo). Doch er wird von Valur Reykjavik betreten und es wird niemand stolpern.
"Auch wenn die Esel bessere Chancen haben als wir, werden wir dennoch Meister.", meint ein zuversichtlicher Valur-Fan. Und die sind momentan zahlreich.
Handtuchumsatz steigt wieder
Viel wurde in den letzten Wochen über die mangelhaften Leistungen, aber auch das pech vom Fram Reykjavik in der laufenden Saison geschrieben und gesprochen. Das es auswärts nicht wirklich toll läuft war ja allen schon klar, aber das nun auch im heimischen Stadion die Probleme losgehen, da mit hat nun überhaupt niemand gerechnet: 2:3 ging das Heimspiel gegen den Lokalrivalen KR Reykjavik verloren. Mehr als alles andere zeigt der Blick auf die diversen Tabellen, wie schlecht es um Fram steht: 9. in der Gesamttabelle, jeweils 8. in der Heim- und Auswärtstabelle, 7. bzw. 9. in der Vor- und Rückrundentabelle. Also keine einziges Mal unter den besten 5.
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Und selbst in der Royal League gab es jetzt einen kleinen Tiefschlag: zwar konnte das Finale erreicht werden. Aber der Einsatz defür war so hoch, dass es jetzt keine Möglichkeit auf einen Sieg gibt. Klar, der zweite Platz ist für uns als Neuling in diesem Wettbewerb immer noch ein achtbares Ergebnis, aber nach dem Verlauf bleibt doch ein leicht schaler Nachgeschmack.
&#160;
Weltuntergangsstimmung also bei Fram: Aber "Keine Panik", irgendwann wird alles wieder gut!
"Beängstigend"
Ja, diesem Urteil des Vereinspräsidenten von Kopavogur kann sich der Beobachter nur anschließen. Was die Mannschaft in den letzten Spielen (sich) geleistet hat ist schier unbeschreiblich: Erst das Aus in der Royal League mit relativ mäßigen Leistungen, dann in der heimischen Liga nur ein richtig gutes Spiel gegen einen der Titelfavoriten (Valur) mit einem haushohen Sieg, dafür aber katastrophale Leistungen auf fremden Plätzen - wieder mal mit eklatanten Abwehrschwächen - und nun auch noch in der Champions-League zu Hause ein mageres 1:0 gegen den polnischen Vertreter aus Krakau, nachdem man dort im Hinspiel bereits sang- und klanglos untergegangen war. Die Bilanz kann man nur als traurig bezeichnen. So sieht es denn auch mit den Tabellenplätzen aus: In der Royal-League bekanntlich ausgeschieden, in der Champions-League-Gruppe auf Platz 3 mit einem schon bedeutend schlechteren Torverhältnis als Konkurrent Krakau, und in der Urvalsdeild Karla 6 Spiele vor Saisonende nur Fünfter mit einem immerhin beruhigenden Vorsprung von 21 Punkten auf den Abstiegsplatz. Ach ja, eigentlich wollte man sich ja nach vorne orientieren, aber 7 Punkte auf das Führungsduo Akranes (die Tabellenführung-halten-Spezialisten) und Valur. Ich frage mich nur eines: Wie haben die es nur in die Zwischenrunde der Champions-League geschafft? Aber beim Blick auf die 5-Jahreswertung soll uns das mal lieber egal sein.
Benson ist mal wieder im Fernsehen
Genau wie letztes mal um die Zeit nahm sich Benson, der wohl beliebteste Trainer ganz Nordeuropas, wieder etwas Zeit um in der Samstagsausgabe von Idrottsthingur, der islänischen Sportschau, Rede und Antwort zu stehen.
Idrottsthingur: Benson, Sie stehen auf dem dritten Rang, genau wie am
Ende der vargangenen Saison. Von einer Verbesserung kann man da ja
nicht gerade sprechen, obwohl Ihre Mannschaft doch im vergleich zur
letzten Saison deutlich verstärkt wurde.
Benson: Klare sache: wir können froh sein, wenn wir das Ergebnis des
Vorjahres halten können. Dabei haben viele Faktoren eine Rolle
gespielt, die ich jetzt nicht einzeln ansprechen will. Entscheidend war
vor allem, dass die Konkurrenz uns inzwischen als ernsten Anwärter auf
die vorderen Plätze ansieht - und uns auch dementsprechend begegnet.
Aber teilweise ist es auch einfach Glückssache.
Idrottsthingur: Sie spielen auf Vikingur an?
Benson:
Natürlich macht es einen Unterschied, ob ein Verein von einem
unzuverlässigen Neutrainer oder vom Verband gesteuert wird. Wir hatten
bisher drei Spiele gegen den Apparat, und so wird es auch beim vierten
Mal sein. Dreimal hat Vikingur bisher gepatzt, imer gegen die gleichen
Teams: KR, IBK und Valur. In einer Liga, wo es vorne so eng zugeht,
kann das schon zwei, drei Tabellenplätze ausmachen.
Idrottsthingur: Wo wir schon bei der Konkurrenz sind: Letzte Saison
saßen Sie auch hier im Studio und haben, anders als die meisten
Kollegen, auf Meister HK getippt. Wer wird diesmal das Rennen machen?
Und wo landen Sie mit Ihrem Team?
Benson: Dieses Jahr wird es deutlich spannender: IA hat die
Tabellenführung, aber wenig TK. Sie können aber immer noch auf 62
Punkte kommen. Valur hat das bessere TK, aber nur noch 2 Heimspiele. Ob
sie an den Eseln noch vorbeiziehen können, müssen sie erstmal beweisen.
Und dann ist da ja noch HK: die haben den Schlussspurt mal wieder
verschlafen und müssen jetzt noch mal eben 18 Punkte aus dem Hut
zaubern. Nicht einfach, aber bei 4 Heimspielen immer noch machbar. Mein
Tipp lautet erneut: HK durch Tordifferenz. Wir sind froh, die letzten,
sehr schwierigen Heimspiele überstanden zu haben. Für Fjölnir sehe ich
jetzt eine Punktlandung auf der 60, was für Platz 4 reichen müsste. Und
wer weiß, vielleicht patzt ja einer der Konkurrenten noch!
Idrottsthingur: Was viele internationale Experten erstaunt hat: trotz
der Finanzkrise, die unser Land bekanntlich besonders schwer getroffen
hat, schlagen sich isländische Teams international bestens. Wie kann
man sich diesen Aufschwung erklären?
Benson: Ich als Trainer bin mit Finanzfragen ja nur am Rande vertraut,
aber wenn, dann wirkt sich die Krise auf die sportliche Qualität nur
mit einer Verzögerung von zwei bis drei Jahren aus. Unsere Vereine
wirtschaften ja größtenteils sehr vernünftig, und wenn nicht, wie bei
Valur, dann ist das auch egal, weil in diesen Fällen ein potenter
Geldgeber im Hintergrund steht, dem alles egal ist. Das word "potent" sei hier rein auf das finanzielle bezogen. Vielleicht fördert
die Krise auch den Zusammenhalt innerhalb der Nation, was dazu führt,
dass man bei internationalen Spielen eher noch eine Schippe drauf legt.
Alle bei Fjölnir sind sehr stolz, dass wir dieses Jahr ein Bisschen zu
dieser Erfolgsgeschichte beitragen konnten.
Idrottsthingur: Wo sehen sie den islänsischen Fußball und speziell Fjölnir in drei bis vier Jahren?
Benson:
Wenn die Mannschaft, die wir in unserer Liga haben, zusammenbleibt,
können wir in drei Saisons in der oberen Hälfte der 5-Jahres-Wertung
stehen. Dann würde die halbe Liga international spielen. Aber früher
oder später wird die Frage nach den Titeln immer wichtiger. Valur hat's
vorgemacht, und wenn uns die Schweden mit ihrem Muschebubu im
Halbfinale uns den Sieg nicht geklaut hätten, hätte Fram den RL-Titel
im Land gehalten. Wer weiß, vielleicht holen wir schon dieses Jahr
einen anderen Titel auf die Insel? Was Fjölnir angeht, werden wir
versuchen Jahr für Jahr um alle 4 Titel mitzuspielen. Aus eigener
Erfahrung weiß ich aber: der Titel kommt dann, wenn du am wenigsten
damit rechnest.
Idrottsthingur: Eine Frage noch zum Abschluss: Handtücher haben die
öffentliche Debatte in dieser Saison über weite Strecken dominiert. Wo
sehen sie die Trends der kommenden Saison?
Benson:
Keine Panik, die ganze Handtuchgeschichte wurde doch total
hochsterilisiert. Immer noch besser als das Brathühnerscheißen vom
letzten Jahr. Ich persönlich bin mit der öffentlichen Diskussion sehr
zufrieden und freue mich, dass sich auch Kollege Cachito so lebhaft
daran beteiligt, wenn auch nur mit "Buhuhu, wir sind so
schlecht"-Kommentaren.
Idrottsthingur: Noch ein Wort zum Abschluss?
Benson: Ja: Wir brauchen nächste Saison wieder ein volles Haus!
The End
Ja das sieht ja ganz nach Ende aus Nikolaus bei uns aus, wir werden wohl oder übel in den nächsten beiden ZATs nach hinten durchgereicht werden, den mit 2 Heimsiegen werden wir wohl den Platz nie und nimmer halten können, schade, aber vielleicht schaffen wir es in der nächsten Saison mal weiter in der Tabelle.
Gerade wo doch unsere Ligakollegen international so gut sind und wir ja bald noch einen Internationalenstartplatz mehr bekommen werden.
Der 4. ist ja auch nicht schlecht kann man doch da an so einem Wishkeywettbewerb teilnehmen und sich einen über den Durst trinken.
Apropor trinken ich trinken auf den neuen Altmeister Valur, er wird es wohl diesmal wieder packen, oder vergeigt er so kurz vor dem Ziel?
Vor dem Endspurt
Noch drei Spieltage in der isländischen höchsten Spielklasse, und eigentlich will man von Seiten des Vizemeisters IA Akranes gar nichts zum anstehenden Schlussspurt sagen. Lange Zeit stand man ganz oben und diktierte das Geschehen wie gewohnt von dem Platz an der Sonne aus, bevor Valur letztlich diesen Platz einnahm. Nun stehen mit Valur und HK noch zwei harte Konkurrenten bereit, den Meistertitel an sich zu reißen, während IA wohl nur noch Außenseiterchancen zugestanden werden.
Dabei dürfte es interessant werden, zu beobachten, mit wieviel Risiko die drei Clubs an der Spitze die letzten Spiele angehen werden. Wird Akranesalles riskieren oder versuchen, nicht nach den Sternen zu greifen, sondern das Mögliche zu schaffen? Wird Kopavogur seine Kräfte clever genug einteilen, um die drei Spiele zu gewinnen, oder traut sich jemand, HK in die Suppe zu spucken? Und vor allem: Wieviel riskiert der schon mit einem halben Bein als Meister feststehende Keyser Soze? Verzichtet er lieber gleich auf Punkte bei IA und setzt auf sechs Punkte? Was macht Fjölnir? Wir werden sehen, am Donnerstag...
Flasche Leer, aber ohne Reue
Benson bereut nichts. Die 1:2-Heimniederlage gegen Fram, den alten Widersacher vom anderen Ende der Stadt, war das Resultat einer unvernünftigen, aber nachvollziehbaren Entscheidung.
"Es wäre wieder der dritte Platz geworden für die Blaugelben, wieder mit 60 Punkten. Hatten wir schon. Brauchen wir nicht mehr. Da kam am vorletzten ZAT doch glatt die vom Apparat trainierte Mannschaft von Vikingur des Weges, unberechenbar wie eh und je. 1:2 bei der KI, auf sowas spielt doch normal kein Mensch, aber andererseits, stellt euch nur vor,wür hätten das geschafft! Jetzt 5 Punkte mehr auf dem Konto und genügend TK, um in den verbleibenden beiden Heimspielen nochmal kräftig am Watschenbaum zu rüttlen. Wer diese zugegeben geringe Chance nicht Wahrnimmt, hat doch schon vorher verloren".
Dieses Statement reichte, um auf der Fjölnir-Hauptversammlung die Gemüter zu beruhigen. Zunächst waren die Fandeligierten noch sauer gewesen, dass Benson ihrer Meinung nach vollkommen unnötig den Saisonabschluss versaut und den Verein ins Mittelmaß gestürzt hatte. Doch der Trainer überzeugte die meisten vonihnen, dass er praktisch keine andere Wahl hatte als alles auf eine Karte zu setzen - und zu verlieren. Mit warmem, fals mitleidsvollem Applaus wurde er vom Rednerpult verabschiedet. Aber das eine Versprechen, das er den Fans gegeben hatte, nämlich, es in den verbleibenden beiden Derbies (KR und Valur) nochmal ordentlich klingeln zu lassen, das wird er einhalten müssen, sonst Gnade ihm Odin.
Patzer - Patzer - Patzer
Tja, nicht nur die titelhungrigen von Valur Reykjavik (die wollen ja bekanntlich zum zweiten Mal hintereinander beide nationalen Titel, wobei es diese Saison etwas besser dafür aussieht als in der letzten), auch die anderen mehr oder weniger heiß gehandelten "Titelanwärter" leisteten sich zum Teil böse Patzer.
Auch HK. Ausgerechnet gegen Fylkir, die sich zum letzten Mal in dieser Saison mächtig aufbäumten und Hk ein Bein stellten - auf außergewöhnlich professionelle Weise. Apropos Fylkir: In Kopavogur hat man es noch nicht vergessen, dass diese in 2008/1 - ebenfalls beim vorletzten ZAT - durch ein Unentschieden HK bereits schon einmal die Meisterschaftssuppe stark versalzen hatten.
Es hilft ja immer wieder, in die Vergangenheit zu schauen. In der letzten Saison war HK auch mal Tabellenletzter und führte ab dem vorletzten Spieltag die Tabelle an. Wie diese Saison Valur. Und wurde Meister. Nur aufgrund eines Patzers des damals härtesten Verfolgers. Mal sehen, wer noch alles so in den letzten Spielen patzt! Nein, das war keine Vorhersage. Ich komme ja nicht aus Delphi.
Handtuch wie?
Wir verstehen nur Bahnhof. Wer schaut da wenn unters Handtuch und was hat derjenige noch an, nigs? Oder wie?
Taktik was ist das?
Fragen über Fragen und wir kenn die Antwort nicht, doch wo beenden wir die Saison? Meister werden wir mit dem TK jedenfalls nicht mehr, aber welchen Platz hat die Liga für uns noch vorgesehen.
2. oder doch nur 5. wer weiß das schon.
Der Altmeister fällt jedensfalls auf die Fresse, doch was machen die Mitkonkurrenten?
Das Nichterscheinen beim 10. ZAT hat uns jedensfalls ganz schön aus der Bahn geworfen, aber trotzdem wird diese Saison wohl besser werden als die letzte und das ist ja schon mal gut so, basta!
Wir werden uns aber nicht unter das Handtuch blicken lassen, sonder noch einmal ein extra Training vor dem Finale einlegen und dann auch ohne Handtuchtaktik erfolgreich die Saison beenden.
Bein stellen
Man kanns sich ungefähr so vorstellen wie bei einem 100-Meter-Sprint. Auf den letzten fünf Meter hat Valur nach ganz schwachen Start IA überholt, doch werfen die Schüler von der Fachhochschule Äste zwischen die Beine von Valur und so kommt der Sprinter aus der Hauptstadt zum Straucheln. Die große Frage ist jetzt, ob sich der Altmeister wieder fangen wird oder ob er stürzt und mit dem Gesicht auf der Tartanbahn aufschlägt.
Die Enttäuschung war auf jeden Fall riesig im ausverkauften Stadion, als in der zweiten Minute der Nachspielzeit FH doch noch den entscheidenden Ausgleich macht. 2 Punkte wurden aus dem Keyser-Soze-Stadion entführt, die mit Sicherheit die Meisterschaft entscheiden werden. Dank des Auswärtssieg gegen Stadtrivale Fram konnte sich dennoch die Tabellenführung geholt werden. "Das System ist von Cachito sehr leicht durchschaubar. Man braucht nur unter das Handtuch schauen. Da sieht man es. Ist zwar kein schöner Anblick, aber sichere drei Punkte.", so Keyser Soze.
Jetzt kommt es auf die letzten drei Spiele an. Und das wird richtig richtig richtig spannend. HK hat wieder eine Chance Meister zu werden, eben weil beide Topmannschaften patzten. Eine entscheidende Rolle wird in diesen Meisterschaftskampf IB spielen. Wird Trainer Cassini zu den letzten beiden Spielen erscheinen oder nicht. Und wenn er erscheint, wie wird die taktische Ausrichtung sein. Die Mannschaft hat noch riesiges potenzial einen neun Punkte-Run hinzulegen und das ist die größte Befürchtung von Keyser Soze. Den dies würde eine weitere Heimniederlage für Valur Reykjavik bedeuten.
Ganz schwer wird es auch wieder gegen Fjölnir. Letzte Saison hat es Benson mit seinen Watschenbäumen bewiesen und Valur musste aufs internationale Geschäft verzichten. Und diese Saison wird er wieder seine Festung behaupten wollen. "Ich wusste letzte Woche schon, was in der Zeitungsausgabe des Fjölnir-Käseblatts stehen wird. Und zwar so in der Art: Schießt im Fjölnir-Stadion keine Tore, weil es wird euch keinen Spaß machen.", vermutet der Keyser. Aber jetzt frägt sich der Keyser, wohin mit der ganzen offensiv Kraft?
Da bleibt eigentlich nur noch die Eseltruppe von Remo Scarel. Entscheidend ist einfach, dass IB Karten gespielt hat anstatt Fußball. "Ich hatte damit gerechnet, dass Remo nur drei Punkte machen würde. Aber ich hab nicht damit gerechnet, dass KR die Punkte mitnehmen würde, sondern IB. Unterm Strich müsste IA mit vier Punkte Rückstand in die letzten drei Spiele gehen bzw. ohne den Patzer von uns sogar mit sechs Punkten. Und dann wäre die Geschichte gegessen gewesen.", so die Meinung von Keyser Soze. "Doch jetzt seh ich, dass wir uns nur selber ein Bein stellen werden. Egal, wie wir uns entscheiden werden. Der Meister wird nicht Valur heißen. Man kann also nur auf Fehler von anderen hoffen."
Keyser Soze gesteht auch Fehler in der Transferpolitik ein. "Der Trainer, Manager und Präsident müssen sich an der eigenen Nase packen. Also ICH. Wir haben Einkäufe getätigt, die uns eher geschwächt haben, als verstärkt und wir haben Spieler abgegeben die wir nicht abgeben hätten dürfen. Am Geld lagst nicht, davon hab ich genug. Die schlechte Transferpolitik ist mit Sicherheit ein schwerwiegender Punkt, warum wir in der Vorrunde so schlecht abgeschnitten haben. Wir waren 13 Punkte hinten und auf Platz 9. Wir brauchen Spieler die einen ARSCH in der HOSE haben.", erklärt der Eigentümer in der Pressekonferenz.
Wir wissen nicht genau was Keyser Soze uns damit sagen will, schließlich führt er jetzt die Tabelle an. Doch es kursieren Gerüchte.
Einer macht keine Fehler
Es ist geschafft. Die Saison liegt nun fast 12 Stunden zurück und Keyser Soze wagt einen Rückblick. "Das erste Spiel war ein Katastrophe. Gleich in den ersten zwei Minuten zwei Tore zu kassieren hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass Valur in dieser Spielzeit nicht Meister wird. Mir war das klar, wenn Cassini auf der Trainerbank sitzt, dass es dann keine Chance auf den Titel gibt." Das Spiel endete im Keyser-Soze-Stadion mit 1:7. Eine Erdbeben für viele Fans. Die meisten sind dann auch in der Halbzeit gegangen, als es breits 0:4 aus Sicht des Gastgebers stand.
Das eigentl. Topspiel war dann keins mehr, zumindest für Keyser Soze. "Tja, wenn man schon weiß, dass man es nicht geschafft hat. Dann ist einem der Rest schon fast egal. Die Spieler wollten Moral beweisen und sich nicht aufgeben." IA musste das schmerzhaft feststellen und eine 6:7-Heimniederlage gegen Valur Reykjavik hinnehmen. "Im Endeffekt bin ich enttäuscht. Da wir somit einem guten Isländer die Chancen auf den Europa-Pokal in der nächsten Saison verschlechtert haben. Ich drücke IA im Pokal sowie vorallem im UEFA-Pokal die Daumen, dass es klappt." Die 5:0 Niederlage gegen Bensons Watschenbaummannschaft passte nur all zu gut ins Bild. Am Ende waren es 18 Gegentore, die gegen eine Meisterschaft für Valur waren. Somit schlossen die Valurnesen die Saison - trotz Vizemeister - mit einem negativen Torverhältnis ab. "Ja, das passt absolut. Diese -4 Torverhältnis kommen von der Krise in der Vorrunde.", analysiert Keyser Soze. "Unterm Strich war klar, dass wir nur Meister werden durch Fehler von anderen. Im Speziellen von Fehlern von Schluri. Doch der hat seine Klasse bewiesen und seine Nerven zusammengehalten.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH SCHLURI ZUR TITELVERTEIDIGUNG."
Doch wie geht es jetzt weiter? "Gute Frage. Erstmal werde ich versuchen mit Hong Kong zur WM zu fahren. Das heißt: Ziel WM-Qualifikation bestehen. Und dann stellt sich die Frage, ob ich meine Zukunft mit Valur oder ohne Valur plane.", meint der Keyser am Ende der Pressekonferenz und führt weiter aus: "Wissen Sie. Island ist mir sehr ans Herz gewachsen. Doch hör ich meine innere Stimme immer rufen: "Weg, weg!" Es reizen mich viele Vereine. Doch die wenigsten kommen gegen Valur Reykjavik an. Momentan gibt es einen Verein der mich zum Abschied aus Island bewegen würde. Newcastle United. Naja, viele in Island halten von der englischen Liga nichts, reizt mich doch die Liga nicht wegen England sondern wegen den Trainern die dort vor Ort sind. Beispielsweise mein langjähriger Freund Nelson Mandela, mit dem ich schon in Österreich gemeinsam in die erste Liga aufgestiegen bin. Allerdings damals noch unter anderem Namen. Oder Jimmy die Tulpe oder Joe Davis um nur paar zu nennen. Bei Chelsea hätte ich schon fast die Eisinsel verlassen, wenn da nicht die dumme Absteigerregelung gewesen wäre. Was mich jetzt zum Punkt bringt. Sollte Newcastle United in der Premier League verweilen, werde ich einen Wechsel anstreben. Sollten aber die Magpies absteigen, fällt mir die Entscheidung leicht zu sagen ich bleibe in Island." Mit diesen Worten erhebt sich der Keyser vom Stuhl und schreitet aus dem Presseraum.
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